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One wild night mit Nickelback und Bon Jovi

Heute ist es soweit. Bon Jovi mit Nickelback als Support starten ihre Tour in Düsseldorf. 60 000 werden mit mir diesen Start zelebrieren. Da ich nicht so weit hinten stehen möchte, mache ich mich zeitig in meinem Richie-Sambora-Stranger in This Town-US-Solotour von 1991-T-Shirt auf den Weg. Um 16 Uhr soll Einlass sein und ich bin bereits um halb 3 an der LTU-Arena. Offensichtlich bin ich nicht die Einzige, die weit nach vorne möchte und so befindet sich bereits eine lange Schlange am Eingang zum Innenraum. Da ich aber alleine bin, fällt es nicht auf, dass ich mich etwas vorbei mogele. Als die Tore endlich aufgehen, beginnt plötzlich das große Rennen um die vorderen Ränge zu erreichen und auch ich lasse mich davon anstecken. Im Innen-Innenraum angekommen beginnt wieder das große Warten. Ich beschließe, mir die zeit mit fotografieren zu verkürzen und versuche, die sitzende Masse vor der Bühne zu erreichen. Aber mir wird sehr schnell klar, dass die Damen damit nicht einverstanden sind. “Verpiss dich, wir lassen dich nicht weiter. Was willst du hier eigentlich?“ Die sitzenden Fans fotografieren ist meine Antwort. “Dann geh gefälligst hinten rum!“ werd ich angegiftet. “Sehr sinnig, wenn ich euch von vorne haben will…“ Aber ich habe keine Lust, mich mit zickenden, schlecht geschminkten Schicksen abzugeben und so gehe ich wieder. Leider werde ich auch im Weiteren feststellen müssen, dass gerade diese Hardcore-Weiber, die bereits seit 4 Uhr da sind, extrem aggressiv und unentspannt sind. Das habe ich bis jetzt auf keinem anderen Konzert so erlebt. Und ich war dann doch schon auf dem einen oder anderen. Aber vielleicht ist es auch der Neid der Besitzlosen, denn mein T-Shirt ist ja eine Rarität und so ernte ich einige neidvolle und gehässige Blicke.
Kurz bevor Nickelback anfangen, suche ich mir dann ein kleines Plätzchen vor der Bühne, von wo ich einen guten Ausblick auf das Geschehen habe. Ich habe Nickelback bis jetzt nur am Rande erlebt und muss nun zugeben: Bildungslücke! Die Band ist extrem gut. Zu schade, um nur als Support bezeichnet werden. Ich werde mir die CDs besorgen. Aber ihren Support-Job machen sie gut. “Are you ready for Bon Jovi??” werden wir mehrfach gefragt. Was für eine Frage! “I’ve never seen them before. So today ist the first time!“ gesteht Frontmann Chad Kroeger. Noch einer der heute zum ersten Mal eine Band live erlebt. Besonders schön finde ich Far Away. “Most of the love songs are about tearing your heart out of your chest, but this not” Eine echt schöne Ballade, ohne schmalzig rüberzukommen. Rockig eben, aber mit Herz. Never Again rockt dann wieder richtig, so wie ich es mag. Ich frage mich, ob sie auch You Remind Me spielen, den einzigen Song, den ich vorher schon kannte, wie ich zu meiner Schande gestehen muss. (Aber ich hol mir ja ihre Alben noch. Großes Indianer Ehrenwort!) Und natürlich tun sie es. Endlich kann ich auch mit der Band und den 50 000 in der Arena mitsingen. wenn man so nicht gebührend auf Bon Jovi eingestimmt wird, weiß ich auch nicht. Aber erstmal heißt es wieder warten. Und auch in dieser Pause erlebe ich, wie unfreundlich, die Fans doch sind. Rumgezicke aller Orten und so wünsche ich mir mehrfach, jemand möge diesen frustrierten Weibern, denn es sind nur Frauen, einen Joint anzubieten, nur damit sie mit dem Rumgekeife aufhören. Eine war besonders schlimm und ich hoffe, sie liest das:
Mädel,
1) Es ist utopisch, auf einem Konzert mit allen seinen Leuten zusammen zu bleiben und ich muss das wissen, ich war schon auf einigen. Wenn ihr in Sichtweite bleibt, ist das schon gut.
2) Nur weil du um 9 Uhr schon da bist, heißt das NICHT, dass du “Anrecht“ auf einen bestimmten Platz hast. Du hast mit deiner Karte nur das Recht erworben in den Innenraum zu gehen und mehr nicht. Wenn du einen ganz bestimmten Platz willst und den dann auch für dich beanspruchen willst, dann kauf dir gefälligst eine Sitzplatz-Karte!
3) Auf Konzerten tanzt man für gewöhnlich, da kommt man sich dann schon mal näher. Wenn dir das nicht passt, weil du ja der Meinung bist, der Platz gehört dir, was ich ja bereits in 2) widerlegt habe, hast du im Innenraum nicht zu suchen. Also hör gefälligst auf, anderen deinen Ellenbogen ins Gesicht zu rammen.
4) Wenn du dich jetzt persönlich angegriffen fühlst: “SCHICKSAL!“. Ich hoffe, du erinnerst dich daran.
So, das musste mal gesagt werden. Kommen wir nun zu Bon Jovi. Mein erstes Mal war in Ad konfluentes (lateinischer Name der Stadt Koblenz, zu irgendwas müssen die Latein-Kurse ja gut sein.) ich habe also mein halbes Leben mit ihnen verbracht und so ist ein Muss, bei ihrem Tourstart dabei zu sein. Diese Jahre haben aber auch ihre Spuren hinterlassen. So fällt mir als erstes auf, dass John an diesem Abend extreme Schatten unter den Augen hat. Wahrscheinlich der Jetlag, ist er doch schon über 40. Aber das macht ja nichts. Auch bei Richie hat die Zeit, ihre Spuren hinterlassen. Zugenommen hat er, aber trotzdem sieht er immer noch verdammt gut aus, besonders mit Hut. War er doch immer meine Nummer 1), da können auch ein paar Kilos mehr nichts ändern. Der Anfang ihrer Show ist schon ein Knaller: You Give Love A Bad Name und I’d Die For You (2. und 8. Song von dem 1986 erschienenen Album Slippery When Wet. Ja, so was weiß ich!))und die Halle tobt. Im Laufe des Konzerts fällt mir immer wieder auf, dass sie nicht mehr die Jüngsten sind. So ziemlich alle Songs werden ein bisschen langsamer gespielt als sonst. Aber wie heißt es doch so schön: “It’s Alright!“ Wir werden alle nicht jünger. “It’s Alright! It’s Alright!“ Und wieder ein Rocksong wie er im Buche steht: “It’s My Life! It’s now or never!“ Klar, das ich da mitbrezel, was das Zeug hält. Das absolute Highlight des Abends ist dann aber I’ll Be There For You, denn Jon ist nach hinten gegangen, um sich umzuziehen, und so ist es an Richie den Song vor einem Meer von Feuerzeugen zu performen. Ja, ich gestehe, ich bin wohl der Welt größtes Richie Sambora Groupie. Der Mann hat eine Stimme zum Darniederknieen. Wie Zartbitterschokolade. Das ich nicht geschrieen habe: Heirate mich, ich will ein Kind von dir und dann ohnmächtig geworden bin, ist alles. Aber so was habe ich ja noch nie gemacht und werde ich auch wohl nie. Aber genug geschwärmt, zurück zur Show. Natürlich darf Keep The Faith nicht fehlen. Und nach Richies Ballade springen, singen und tanzen alle wieder mit. Jonhat aber auch eine Bühnen-Präsenz und wenn er singt “Raise Your Hands“ dann kann ich nicht anders, dann mache ich das einfach. Zusammen mit den anderen 49 999, denen es nicht anders geht. Während der letzten Zugabe I’ll Sleep When I’m Dead mache ich mich dann auch auf den Weg nach hause. Mir fällt auf, dass ich noch keinen Merch-Stand gesehen habe, also keinen Button für mich und ich finde es sehr schade, dass keine Möglichkeit mehr für mich besteht, mir mein Shirt unterschreiben zu lassen. Da besteht keine Chance auf so einem großen Konzert. Na ja, vielleicht beim nächsten Mal…
17.5.06 01:21
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Tanja / Website (21.5.06 22:24)
oh das is aber ein schöner bericht, recht lang, aber ich hab durchgehalten
vorher dachte ich immer "was hat sie nur mit bon jovi?", jetzt versteh ich wohl, dass du ein ziemlich großer fan von ihnen bist

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