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In den Muff gepottert

(In den Mai getanzt auf Muff Potter Art)

Es ist 18:45 als ich mich voller Vorfreude auf den Weg zu den Ruinen in Dortmund mache. Heute werde ich zum 2ten Mal so in den Mai tanzen, wie ich es will! Letztes Jahr bin ich auch schon bei Rock in den Ruinen gewesen und habe mit Sub7even gefeiert. Nun bin ich verwöhnt und erwarte von muff potter. eine ähnlich geile Show. Am Bus angekommen aber ein kleiner Dämpfer. Lauter kleine voll-evil-böse Punker und Innen, die sich darüber unterhalten, wie sie ihr Punker Outfit noch punkiger gestalten können und ob man “Punks“ nun nicht doch “Punx“ schreiben sollte. Oh mein Gott, ich bezweifele, ob auch nur einer von denen eine leise Ahnung hat, was Punk überhaupt ist. Auf alle Fälle keine voll coole Art, die Ellis auf die Palme zu bringen. An der Burg angekommen jede Menge ziemlich fertige Gestalten, von denen der ein oder andere schon das berühmte Bier zuviel erwischt hat, bevor der Abend erst richtig angefangen hat. Irgendwie kontraproduktiv…

Das Festival-Gelände ist noch recht leer. Erfreulicherweise ist das Publikum bunt gemischt. Hier und da vereinzelte Goths (sind wohl wegen Krypteria hier), ein paar Grüppchen Alternative, Emos und Gothic-Lolitas. Am Bierstand ein paar alteingesessene Rock-Veteranen, die über die Musikentwicklung der letzten Jahre philosophieren: “Damals war alles besser und die Musiker noch echt.“ und vor der Bühne ein paar Jungs, die ihre Adoleszenz mit ausgelassenem Pogen feiern. Zumindest versuchen sie das, aber der Boden ist aufgeweicht und glitschig und so mutet der Pogo eher wie ein Schlammcatchen an. Aber ich bin ja wegen der Musik da.

Sweep, Agent Elmo, Exposed To Noise, Son, Asher, Chamberdogs und Goldhouse hab ich ja bereits verpasst, es spielen 3und20. Seit Februar 2002 gibt es sie nun schon und sie kommen aus Dortmund. Ihre Musik ist ok mit netten Melodien und gelungenen Lyrics, aber mein Fall ist sie nicht. Nicht hart genug. Aber die Jungs haben sichtlich Spaß bei dem was sie tun und vor allem an den Jungs in der ersten Reihe, die das Schlammcatchen aufgegeben haben und sich nun im Headbangen versuchen. Hier und da erhebt sich ein kleiner Teufelsgruß. Ja, wenn sie meinen. Plötzlich trifft mich was am Kopf und blitzschnell schnappt sich einer der Veteranen den Drumstick, der von der Bühne gesegelt ist. (So schlecht scheint sich die Musik in den letzten Jahren doch nicht gemacht zu haben ;-) )Ein kurzes “’tschuldigung“ vom Schlagwerker und die Show geht weiter. Hm, eigentlich hätte ich den 2ten kriegen müssen, aber ich will mal nicht so sein. Nach ihrer Show mache ich mich auf den Weg zum Merchstand. Schließlich will ich heute die Muff Potter LP Von Wegen erstehen. “Ich will alles nehmen und geben, das ist jetzt und das ist hier und das sind wir…“ Dort angekommen erhasche ich einen Blick auf den Drummer von eben, der nun von meist weiblichen Festival-Besuchern umringt wird. Manche Dinge ändern sich wohl nie… Der Typ vom Merch ist echt nett und ich lasse mich zu einem Pläuschchen hinreißen. Einen Schirm soll ich kaufen. “Du musst doch die Band unterstützen. Bitte kauf einen Schirm. Die müssen weg.“ Ich tu es aber nicht sondern erstehe in einem Anfall von Weitsicht eine Tasche, in der ich meine LP sicher verstaue.
Zurück an der Bühne (man kann immer noch ganz entspannt an der Absperrung stehen) machen sich Mothers Little Helpers aus Berlin auf, das Publikum zu erobern. Die Herren an den Saiten in schwarzen Anzügen (ist hier eine Beerdigung??) und der Sänger in einem weißen Anzug (Es ist Sonntag! Saturday Night Fever wäre gestern gewesen). Auch wenn ich ihnen bestimmt großes Unrecht antue, aber gerokkt haben sie nicht. Wenn überhaupt dann geroggt, wie im Reformhaus. “I’m still burning“ meine ich von dem Jungen in weiß zu hören, aber davon merke ich nicht viel. Ein Glück, dass es dann auch vorbei ist.

Die Instrumente werden abgebaut und dann kommen die Münsteraner und bauen ihre auf. Bramis Felle, 2 unheimlich kitschige Lampen, die eine oder andere Gitarre. Und dann geht’s auch schon los. Klasse Musik von vorne (ich bin immer noch in Reihe 1) und dann ein fast beängstigendes Quetschen und Drängeln von hinten. Gut, dass meine LP in ihrer Tasche über dem Gelände hängt – in Sicherheit! Die Jungs versuchen sich wieder im Pogen und die Gothic-Lolitas und Emo-Schnecken wollen so nah wie möglich ran an die Objekte ihrer Begierde. Und das alles zu Born Blöd. Schon nach kurzer Zeit ist Nagel nass geschwitzt (das schöne Cardigans-Shirt!) und das “obwohl es hier ja eigentlich kalt ist. Wenn euch auch hinterher wenigstens ein bisschen der Schweiß in die Poritze läuft, dann haben wir was richtig gemacht!“ Und sie machen alles richtig. Der Wecker tickt und obwohl sie alles nur geklaut haben ist die Stimmung super. Ab und an kommt ein Crowdsurfer in der ersten Reihe an und einmal schafft einer es von ihnen sogar fast, einen Fuß auf die Bühne zu kriegen. Aber wer genau hinsieht merkt, dass die Tour ihre Spuren hinterlassen hat. Der Sound ist nicht optimal, was Nagels wildes Gestikulieren beweißt und so bekommt Take A Run To The Sun einen neuen Text. Aber es sei den Potters verziehen. Wer 11 Städte in 12 Tagen rockt (danke Tanja für die Info), der darf das. Echte Musiker, die ehrlich sind im Moment Alles Was Ich Brauch! Bei Wenn Dann Das Hier bin ich mal wieder hin und weg. Einmal, weil der Song so was von geil ist, dass ich ins Träumen gerate und zum anderen, weil ich jäh aus eben diesen Träumen gerissen werde, weil ein paar Experten doch tatsächlich versuchen zu Nagels erklärtem “Beischlaf-Song“ wie wild und noch dazu aggressiv zu Pogen. Verständnislosigkeit macht sich breit. Nach Schwester Im Rock wird’s dann doch noch politisch. Nagel erzählt von seiner Fahrt mit dem Pendelbus. “Ich saß da und schaute auf den Boden. Und da sah ich, dass ein Punk vor mir stand und sich total bepisst hat. Ist das noch Punk?????“ Nein, ist es nicht und da nun die Entwicklung des Punks diskutiert worden ist, kann’s ja weiter gehen. Alle singen, grölen und feiern und Den Haag bildet den gelungenen Abschluss dieses Abends. Meine LP ist noch ganz und ich mache ich auf den Weg. Irgendwo müssen doch Tanja und Carina sein. Das Glück ist mit den Potter-Fans und so stolpere ich in die beiden hinein. Auf zum Merchstand. Tanja will sich auch so eine Tasche holen. Aber irgendwie hat sie wieder kein Glück. Schon wieder ist ihr Merch nicht da. Also machen wir uns auf den Weg zu Carinas Auto. Es ist zwar noch nicht offiziell der 1.Mai, aber das macht nichts.
3.5.06 23:15
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Tanja / Website (4.5.06 21:09)
wo ich schonma beim kommentieren bin

auch hier: toll!!! und die überschrift, wow, die is ziemlich gut :D

hach es ehrt mich erwähnt zu sein, wirklich, vielen dank und beim nächsten ma dann doch hoffentlich ma mit merch

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