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Jake Porn und das Rock Mania 2007

Jake Porn möchten unbedingt an dem Rock Mania Festival 2007 teilnehmen, wie mir scheint. ;-) Zumindest erinnern sie alle ihre Lieben aus dem Myspace daran, für sie zu voten. Mit Erfolg wie mir scheint, 33 Stimmen haben sie bis jetzt schon (5 davon sind wohl von mir *loool*) Bin mal gespannt, wie viele es noch werden...
Werde ja fleissig mitmachen...
10.5.06 10:08


“Ich glaub’, ich kenn alle hier mit Vornamen…“

Depended und Ötteband laden am 06.05.06 zum Familietreffen im Bochumer Zwischenfall.

Lange habe ich die Jungs von Depended und Ötte nun nicht mehr gesehen. Grund genug, mich mitsamt meiner Kamera auf den Weg nach Bochum zu machen. Der Bahnfahrt erfolgt erfreulicherweise ohne Verspätung, was wenn ich so an die letzten Tage denke, nicht selbstverständlich ist. In Langendreer West angekommen macht mir dann doch mein Orientierungssinn zu schaffen sodass ich in die falsche Richtung laufe. Es gibt doch nun mal nur links und das andere links…
Am Zwischenfall angekommen, laufe ich als erstes Steven in die Arme. “Hey, Verena, lange nicht gesehen, hast du abgenommen?“ Was für eine interessante Begrüßung. Die Türen gehen auf und nichts wie rein. Es ist dunkel da oben im ersten Stock (komisch, im Moment liegen alle meine Konzi-Locations im ersten Stock). Eine kurze Orientierungsphase und schon erspähe ich Jessica, Stevens Freundin und der Gute Geist des Merchstands. Heute ist sie aber Mercherin a.D, will heißen, sie hat die Arbeit mal an andere delegiert. Richtig so! Manchmal muss man auch mal feiern können. Ötte zum Beispiel. Während ich nun hier und da die ersten bekannten Gesichter sehe, spielen Tickets For Tokyo. Endlich mal eine gute Vorband. Wenn ich da an die anderen denke, die ich die letzten male gehört habe, bekomm ich das Gruseln. Schade nur, dass der Sound nicht so gut war und ich stellenweise das Gefühl hatte, die Vocals würden von den Drums und Gitarren erschlagen werden. Aber man kann nicht alles haben. Trotzdem haben die Jungs richtig losgerockt und ich war froh, meine Ohrenstöpsel zu haben. Kommt ja selten genug vor…
In der Pause treffe ich Mary aus dem Julia-Forum!! Wie klein ist doch die Welt. Wir unterhalten uns über das ausverkaufte Julia-Konzi in der Zeche.
Als es an die Ötteband geht, die Bühne zu entern fällt auf, dass wir im Publikum vielleicht 40 Leute sind. Aber ich kann nur sagen, die die da waren haben für 1000 gerockt. Aber auch hier ist der Sound wohl nicht optimal, wie ich von Evelyn höre. “Also ich finds schade, dass man die Jungs hier hinten (an der Theke) nicht so gut hört. Wie ist der Sound vorne?“ Da muss ich passen, bin ich doch voll damit beschäftigt, Fotos zu machen. Und da ich mit dem Blitz zu kämpfen habe, der nicht so will, wie ich, kriege ich von dem Sound nur am Rande was mit. Vielleicht lag’s auch an den Ohrenstöpseln…
So, aber nun zu Depended. “Wir sind die Jungs aus dem Revier. Geboren aufgewachsen und sterben werden wir hier…“ dröhnt es aus dem Boxen. Ja, ein gelungener Einstieg. Mitten im Ruhrpott muss ja Ruhrpott Rock’n’Roll gespielt werden. Es wäre ein Sakrileg es nicht zu tun. ist doch so was wie die Visitenkarte der Band. Dein Lächeln, ein paar Songs später, ist mein persönlicher Favorit des Abend neben Auf Gute Freunde fast am Schluss. Und da der Blitz immer noch nicht so wollte wie ich, konnte ich mich hinterher voll und ganz auf die Musik konzentrieren. Improvisation ist alles! (Auf die Pix bin ich trotzdem gepannt.) Aber nicht nur ich hatte mit den Tücken der Technik zu kämpfen. War da ja noch das Bass-Problem von Holly, dass sich eine ganze Weile nicht beheben ließ. Aber die Band nahm’s locker und witzelte rum: “ist das Bassproblem behoben??“ – “Wieso Holly ist doch noch da.“
Ja, ja, so sind se ruppig, aber mit Herz! Und weil dem so ist, hat Steven alle die da waren zu ihrem Weihnachtkonzert eingeladen. Denn: “Ich glaub’, ich kenn alle hier mit Vornamen…“ Also auch mich, was bedeutet, dass ich extra wohl aus Glasgow einfliegen müsste. “Bring mir nen Whisky mit“ ist alles was ich dazu von Steven höre. Wie war das mit dem ruppig? Aber nun zurück zu den Wurzeln und zu Werner aus Wanne-Eickel. Der Song darf ja auch nicht fehlen und so rocken die Jungs wieder drauf los. Ein bissl zu sehr vielleicht, denn Markus reißt eine Saite. DAS ist Rock’n’Roll! Flugs geflickt, und schon wird mit dem Dicken Mädchen das Ende eingeläutet und ein kleines aber feines Konzert neigt sich dem Ende zu. Die Sachen werden zusammengepackt, überall geschäftiges Treiben, bis wir uns zusammen auf den Weg zur Bahn machen und ich mir in Gedanken eine Liste mache, wer alles was aus Glasgow haben will…Also Steven will nen Scotch...
9.5.06 00:46


In den Muff gepottert

(In den Mai getanzt auf Muff Potter Art)

Es ist 18:45 als ich mich voller Vorfreude auf den Weg zu den Ruinen in Dortmund mache. Heute werde ich zum 2ten Mal so in den Mai tanzen, wie ich es will! Letztes Jahr bin ich auch schon bei Rock in den Ruinen gewesen und habe mit Sub7even gefeiert. Nun bin ich verwöhnt und erwarte von muff potter. eine ähnlich geile Show. Am Bus angekommen aber ein kleiner Dämpfer. Lauter kleine voll-evil-böse Punker und Innen, die sich darüber unterhalten, wie sie ihr Punker Outfit noch punkiger gestalten können und ob man “Punks“ nun nicht doch “Punx“ schreiben sollte. Oh mein Gott, ich bezweifele, ob auch nur einer von denen eine leise Ahnung hat, was Punk überhaupt ist. Auf alle Fälle keine voll coole Art, die Ellis auf die Palme zu bringen. An der Burg angekommen jede Menge ziemlich fertige Gestalten, von denen der ein oder andere schon das berühmte Bier zuviel erwischt hat, bevor der Abend erst richtig angefangen hat. Irgendwie kontraproduktiv…

Das Festival-Gelände ist noch recht leer. Erfreulicherweise ist das Publikum bunt gemischt. Hier und da vereinzelte Goths (sind wohl wegen Krypteria hier), ein paar Grüppchen Alternative, Emos und Gothic-Lolitas. Am Bierstand ein paar alteingesessene Rock-Veteranen, die über die Musikentwicklung der letzten Jahre philosophieren: “Damals war alles besser und die Musiker noch echt.“ und vor der Bühne ein paar Jungs, die ihre Adoleszenz mit ausgelassenem Pogen feiern. Zumindest versuchen sie das, aber der Boden ist aufgeweicht und glitschig und so mutet der Pogo eher wie ein Schlammcatchen an. Aber ich bin ja wegen der Musik da.

Sweep, Agent Elmo, Exposed To Noise, Son, Asher, Chamberdogs und Goldhouse hab ich ja bereits verpasst, es spielen 3und20. Seit Februar 2002 gibt es sie nun schon und sie kommen aus Dortmund. Ihre Musik ist ok mit netten Melodien und gelungenen Lyrics, aber mein Fall ist sie nicht. Nicht hart genug. Aber die Jungs haben sichtlich Spaß bei dem was sie tun und vor allem an den Jungs in der ersten Reihe, die das Schlammcatchen aufgegeben haben und sich nun im Headbangen versuchen. Hier und da erhebt sich ein kleiner Teufelsgruß. Ja, wenn sie meinen. Plötzlich trifft mich was am Kopf und blitzschnell schnappt sich einer der Veteranen den Drumstick, der von der Bühne gesegelt ist. (So schlecht scheint sich die Musik in den letzten Jahren doch nicht gemacht zu haben ;-) )Ein kurzes “’tschuldigung“ vom Schlagwerker und die Show geht weiter. Hm, eigentlich hätte ich den 2ten kriegen müssen, aber ich will mal nicht so sein. Nach ihrer Show mache ich mich auf den Weg zum Merchstand. Schließlich will ich heute die Muff Potter LP Von Wegen erstehen. “Ich will alles nehmen und geben, das ist jetzt und das ist hier und das sind wir…“ Dort angekommen erhasche ich einen Blick auf den Drummer von eben, der nun von meist weiblichen Festival-Besuchern umringt wird. Manche Dinge ändern sich wohl nie… Der Typ vom Merch ist echt nett und ich lasse mich zu einem Pläuschchen hinreißen. Einen Schirm soll ich kaufen. “Du musst doch die Band unterstützen. Bitte kauf einen Schirm. Die müssen weg.“ Ich tu es aber nicht sondern erstehe in einem Anfall von Weitsicht eine Tasche, in der ich meine LP sicher verstaue.
Zurück an der Bühne (man kann immer noch ganz entspannt an der Absperrung stehen) machen sich Mothers Little Helpers aus Berlin auf, das Publikum zu erobern. Die Herren an den Saiten in schwarzen Anzügen (ist hier eine Beerdigung??) und der Sänger in einem weißen Anzug (Es ist Sonntag! Saturday Night Fever wäre gestern gewesen). Auch wenn ich ihnen bestimmt großes Unrecht antue, aber gerokkt haben sie nicht. Wenn überhaupt dann geroggt, wie im Reformhaus. “I’m still burning“ meine ich von dem Jungen in weiß zu hören, aber davon merke ich nicht viel. Ein Glück, dass es dann auch vorbei ist.

Die Instrumente werden abgebaut und dann kommen die Münsteraner und bauen ihre auf. Bramis Felle, 2 unheimlich kitschige Lampen, die eine oder andere Gitarre. Und dann geht’s auch schon los. Klasse Musik von vorne (ich bin immer noch in Reihe 1) und dann ein fast beängstigendes Quetschen und Drängeln von hinten. Gut, dass meine LP in ihrer Tasche über dem Gelände hängt – in Sicherheit! Die Jungs versuchen sich wieder im Pogen und die Gothic-Lolitas und Emo-Schnecken wollen so nah wie möglich ran an die Objekte ihrer Begierde. Und das alles zu Born Blöd. Schon nach kurzer Zeit ist Nagel nass geschwitzt (das schöne Cardigans-Shirt!) und das “obwohl es hier ja eigentlich kalt ist. Wenn euch auch hinterher wenigstens ein bisschen der Schweiß in die Poritze läuft, dann haben wir was richtig gemacht!“ Und sie machen alles richtig. Der Wecker tickt und obwohl sie alles nur geklaut haben ist die Stimmung super. Ab und an kommt ein Crowdsurfer in der ersten Reihe an und einmal schafft einer es von ihnen sogar fast, einen Fuß auf die Bühne zu kriegen. Aber wer genau hinsieht merkt, dass die Tour ihre Spuren hinterlassen hat. Der Sound ist nicht optimal, was Nagels wildes Gestikulieren beweißt und so bekommt Take A Run To The Sun einen neuen Text. Aber es sei den Potters verziehen. Wer 11 Städte in 12 Tagen rockt (danke Tanja für die Info), der darf das. Echte Musiker, die ehrlich sind im Moment Alles Was Ich Brauch! Bei Wenn Dann Das Hier bin ich mal wieder hin und weg. Einmal, weil der Song so was von geil ist, dass ich ins Träumen gerate und zum anderen, weil ich jäh aus eben diesen Träumen gerissen werde, weil ein paar Experten doch tatsächlich versuchen zu Nagels erklärtem “Beischlaf-Song“ wie wild und noch dazu aggressiv zu Pogen. Verständnislosigkeit macht sich breit. Nach Schwester Im Rock wird’s dann doch noch politisch. Nagel erzählt von seiner Fahrt mit dem Pendelbus. “Ich saß da und schaute auf den Boden. Und da sah ich, dass ein Punk vor mir stand und sich total bepisst hat. Ist das noch Punk?????“ Nein, ist es nicht und da nun die Entwicklung des Punks diskutiert worden ist, kann’s ja weiter gehen. Alle singen, grölen und feiern und Den Haag bildet den gelungenen Abschluss dieses Abends. Meine LP ist noch ganz und ich mache ich auf den Weg. Irgendwo müssen doch Tanja und Carina sein. Das Glück ist mit den Potter-Fans und so stolpere ich in die beiden hinein. Auf zum Merchstand. Tanja will sich auch so eine Tasche holen. Aber irgendwie hat sie wieder kein Glück. Schon wieder ist ihr Merch nicht da. Also machen wir uns auf den Weg zu Carinas Auto. Es ist zwar noch nicht offiziell der 1.Mai, aber das macht nichts.
3.5.06 23:15


“Sagt mal, ist Radler eigentlich Schorle?? Ey, ich muss das jetzt wissen…“

Muff Potter klären ein wichtiges Phänomen am 19.04.2006 in Duisburg.

Es sind bereits einige Muff Potter Fans an der Kulturzentrale HundertMeister in Duisburg eingetroffen, aber wider Erwarten ist der Einlass erst um 20:00 Uhr. Also heißt es warten. Es ist bereits mein zweites Muff Potter Konzert nach dem FZW in Dortmund und nun wird sich zeigen, ob sie mich wieder so begeistern können, wie beim ersten Mal. Zur Sicherheit habe ich mich zwar bei einigen Freunden umgehört, aber ich habe genauso viele unterschiedliche Meinungen gehört, wie ich Leute gefragt habe. “Muff Potter sind richtig gut, aber bei Trend (Support) rollen sich mir die Fußnägel hoch. Aber es soll ja Leute geben, die auf dicke Männer stehen“ meinte Kathrin. Jens nölte: “Muff Potter kann ich total nicht ab. Dieses pseudo-literarische Deutschpunk-Gehabe (?????) geht mir auf den Sack.“ Biggi war nicht ganz so krass: “Ja, sind ganz nett, aber die WSK (Wohl$tandskinder) waren besser.“ Tja, wie immer im Leben scheiden sich die Geister. Über Geschmack lässt sich eben nicht streiten. Ich habe mich in Duisburg mit Tanja getroffen, einem Mädel aus dem Muff Potter Forum nebst Bruder einer Freundin. Ihre Meinung brauche ich mir ja nicht anhören. Die ist bekannt: “Ich liebe Muff Potter, weil die so sexy sind“, meint Tanja mit einem Augenzwinkern. Ja ne, ist klar. Sie findet sie Jungs einfach nur nett, sympathisch und ehrlich. Musiker, die halt geniale Songs schreiben. “Muff Potter ist eine der besten Live- und Überhaupt-Bands!“ Da geh ich mal mit.
Um die Wartezeit zu verkürzen beobachten wir die anderen Fans. Unweit von uns entfernt stehen ein paar echt harte Kerls in speckigen Lederjacken und Springerstiefeln, die wohl so schwer sein müssen, dass einem vom Hinsehen, die Füße wehtun. Was für Sachen man da erfährt. “B. P. D. N. das heißt ‚’bepiss dich nicht’“ Nein, welch Augenöffner! Wir sind beeindruckt und wenden unsere Aufmerksamkeit der Location selbst zu. Das Hundertmeister steht mitten in der City von Duisburg, direkt neben einem Programmkino, das an diesem Abend von ein paar älteren Herrschaften mit Hut und Spazierstock frequentiert wird. “Das wäre doch so was von cool, wenn die hinterher zum Konzert kommen würden.“ meint Carina. “Werden sie wahrscheinlich sowieso, weil sie gleich nichts mehr von dem Film mitkriegen“, feixt Tanja. Ui, die Türen gehen auf. Auf zu Muff Potter!
Eine lange Treppe führt in den ersten Stock, wo das Konzert stattfinden wird. Der Raum selbst ist klein. Keine Fenster. Die Wendeltreppe zur Galerie gesperrt. Vor Kopf die Bühne. Links davon an der Wand der Merchstand und die Bar. Ein paar Leute stehen im Raum verteilt. Noch ist nichts los. Nach einer halben Stunde ist das Publikum richtig zahlreich.

“Wir sind Trend aus Rheinland-Pfalz und ich bin noch zu haben!“ Ist das der dicke Mann, den Kathrin nicht mag?? Wenn ja, kann ich sie irgendwie verstehen. Nach drei Songs ist klar: Der Sänger von Trend ist irgendwie seltsam. Das scheinen Viele zu finden und so ist das Publikum nicht mehr ganz so zahlreich vorhanden. Auch meine Begleiter sind nicht mehr da. So erfahren sie nicht, dass Patientenverfügung ihre neue Single ist. Und auch der missglückte Witz des Mannes am Mikro entgeht ihnen: “Kennt noch einer von euch Freddie Mercury? Den Sänger von Oxymoron??“ Ich glaube zumindest, dass das ein Witz sein sollte. Nach Flugzeuge, dem siebten Song, reißt dem Bassisten der Gurt. Da ihm ein Ersatz-Gurt fehlt - ich fühle mich zurückversetzt in meine Ausbildungszeit, wenn meine Chefin immer sagte: “Mise en place ist alles!!“- behilft er sich mit Gaffaband. Ich versuche mich auf die Show und den Sänger zu konzentrieren. Schlägt sich der Kerl da mit der Hand vor den Kopf?? Ja, er tut es. Und mit Entsetzen muss ich mit ansehen, wie ihm die Hand hinterher nicht mehr ausreicht und er das Mikro nimmt. Ich sehe mich um. Das Publikum besteht nur noch aus ein paar Hartgesottene. Ein paar von ihnen in einen ziemlich unkoordinierten Tanz vertieft. Wie sagte Kathrin doch noch gleich: “Es gibt immer welche, die das mögen.“ Bei 5 Uhr Morgens muss auch ich passen und ich gehe nach draußen. “Wir sind Trend aus Rheinland-Pfalz und ich bin immer noch zu haben. (Kann ich verstehen.) Wir sind die Kranken, nicht die Gesunden (Glaub ich sofort.)“ hallt es von drinnen. Es scheint vorbei. Ich wage mich hinein und schaffe es sogar eine der Setlists von denen zu ergattern, die sehr begehrt sind.

Jetzt heißt es also nur noch Muff Potter und ich. Neben mir einige Muff Potter Fans. “Ich glaube, die hätte noch nicht mal mein Bruder gut gefunden.“ Antje aus Duisburg, Muff Potter Fan der ersten Stunde, hat über Trend eine sehr klare Meinung. “Der Kerl war ja so was von ekelig!“ Auch Carina ist der gleichen Meinung. Wie sie mir hinterher bei einer Cola erzählen wird, sind sie “geflohen“, kurz nachdem die von Trend angefangen haben.
Bei Muff Potter sind sie aber da. Und auch die Potters sind da und das machen sie von Anfang an unmissverständlich klar. Keine lange Vorrede, sondern erstmal Born Blöd. “Das muss ja gut werden, wenn sie mit Born Blöd anfangen.“ Alle sind begeistert. Erst nachdem auch der letzte gemerkt hat, wo die Musik nun spielt, begrüßt Nagel seine Fans: “Wir sind Muff Podder aus Münster und wir spielen heute zum ersten Mal hier in Duisburg, denn bisher waren wir immer in Mühlheim, keine Ahnung wieso.“ Die Menge tobt und schon beginnen auch die ersten mit dem Pogen. Erstaunlich gesittet, wie ich find. Ich bekomme kaum was davon mit. Ab und an ein kleiner Schubs, mehr nicht. In dem gleichen Tempo geht es weiter. Es kommt Alles nur geklaut. Ein Song zum Mitgrölen. Aber das macht ja bekanntlich durstig und einen Sänger sowieso. “Also ich hasse ja Schorle. Trinkt einer von euch Schorle??“ brennt es Nagel auf der Seele. “Ich trink ja bloß Radler. Ist das Schorle? Ey, ich muss das jetzt wissen…“ Aus dem Publikum kommt ein “Ja!“ angeflogen. “Scheisse, ich trink Schorle…“nach einem Weiteren Schluck aus dem Glas, geht es weiter im Text: Wenn dann Das Hier. Und passend zum Thema, ruft der Typ neben mir plötzlich “Nagel, nagel mich!“ - “Das war aber nicht sehr einfallsreich, wer war das?“ Da hat ihn dann doch der Mut verlassen. Die Songs jagen einander, dass es einem schwindelig wird. Der Wecker Tickt, Bring Dich Doch Selbst Nach Haus, Schwester Im Rock. Puh, ich brauche eine Pause. Aber die gibt es nicht. Es folgten ein paar neue Songs von ihrer EP: Weg Mit Dem und Gestern War Auch Schon Ein Tag. Ich bin begeistert. DIE MUSS ICH HABEN! Mein totaler Favorit des Abends ist aber immer noch Alles Was Ich Brauch. Ein Song, bei dem ich jede Silbe, nein jeden Buchstaben unterschreiben kann, ist höchst selten. Und so ist dieser Song auch alles was ich brauch, um den Abend perfekt zu machen. Den öffentlichen Heiratsantrag an Iris, die ja ihren Papa heute beerdigt hat, und deswegen möchte ihr Verlobter sie jetzt fragen, ob sie ihn heiraten will, lasse ich Tanja zu liebe unter den Tisch fallen. “Ich zieh weg. Jetzt werden Muff Potter immer sagen, dass Duisburg da war, wo sie den ersten Muff Potter Heiratsantrag erlebt haben. Wie peinlich!“ (Nagel will sogar zur Hochzeit eingeladen werden.) Was Iris zu dem Heiratsantrag nun gesagt hat, habe ich nicht herausfinden können. Sie war unauffindbar. Genauso wie die EP, die wir uns später noch kaufen wollten. Na toll, Nagel, erst so groß ankündigen und dann nicht genug mithaben. Wie sagte meine Chefin: “Mise en place ist alles.“ Ich glaub, dass hatte ich heute schon einmal.
3.5.06 23:13


Ich habe nie daran gezweifelt, dass

meine besonderen Lieblinge Sub7even es schaffen, ihr verdammt geiles Album LOVECHAINSNROCKETS endlich an den Mann/die Frau zu bringen.
So kann ich nun verkünden, dass am 26.05.2006 ihr kleines Baby endlich in den Läden steht!!!!!

Auf euch Jungs!!!!

Ich hab nie an euch gezweifelt und am 20. stosss ich mit euch an....
24.4.06 14:01


Reingehört

Die beste Promo ist immer noch “der direkte Kontakt zwischen der Band und dem Publikum“. So gelangte auch das Album Sunrise von Julia auf den Tisch des Hauses. Aber das nur am Rande…
2 Jahre haben Julia sich Zeit genommen, um nach ihrem Debut Songs of Decay, ihr 2tes Album zu veröffentlichen. Und es hat sich definitiv gelohnt zu warten. Die neuen Songs - zumeist in Moll vorgetragen – handeln von der Schönheit und Melancholie
des Lebens, ohne aber die hellen Momente vermissen zu lassen. Schon das von Klavier und Streichern getragene Intro stimmt den Hörer bestens auf das Kommende ein. Aber zuerst kommt noch Technology, ein hervorragender Rocksong mit spitzen Gitarrenriffs, einer klasse Bassline und einem Refrain, der zum abrocken nur so einlädt. Danach ändert sich das aber. Wahrscheinlich fragt sich jeder Musiker mehr als einmal, ob das Mädel, das er kennen lernt, sich wirklich für ihn interessiert, oder nur für die Tatsache, dass er zum Beispiel ein Mikro oder eine Gitarre in der Hand halten kann. So ist bereits die erste Frage von Koma in Give It A Try, “Say, do you really want me, do you really care about all this?”, mehr als berechtigt. Aufgrund der beinahe beschwingten Gitarre und des Tempos des Schlagzeugs im Song fallen diese Zweifel aber nicht sofort auf. Zumal Koma selbst sie im Refrain mit einem “Give It A Try“ - getreu dem Motto Learning by doing - einfach beiseite schiebt. Erst bei 2ten Hinhören fällt auf, worum es eigentlich geht. Bei Superficial muss man aber nicht zweimal hinhören. Der Song wird von dem Klavier und den Streichern vom Anfang bestimmt und so kann es passieren, dass sich nach einem wunderbar emotional vorgetragenen Refrain eine Träne auf Reisen macht – gerade wenn man eh in der passenden Stimmung dazu ist. Sehr schön passend ist auch, dass sich die Gitarre nicht in den Vordergrund spielt, sondern sich dezent zurückhält und die Drums Abwesenheit glänzen. So lenkt nichts von der Stimmung und der Melodie des Songs ab. Am Schluss des Albums trifft man wieder auf alte Bekannte, beim Beginn von Nothing wird nämlich das Intro wieder aufgegriffen - und fast könnte man meinen, man erfährt, wofür und warum das gesamte Album überhaupt aufgenommen wurde: It’s for he love – for the love […] it’s for the heart – for the heart […] it’s for the brains - it’s for the brains […] to feed our anger… Und mehr braucht man wohl nicht sagen.
16.4.06 15:17


Dankolicious

Danko Jones rocken die Zeche in Bochum

Was für ein Abend! Gerade verlasse ich die Zeche Bochum, wo Danko Jones mit Quit Your Dayjob und Brant Bjork and The Bros ein musikalisches Stell-dich-ein gegeben haben.
Da auf der Heimfahrt ein Gespräch mit meinen Kommilitoninnen unmöglich ist – schließlich piepen ihnen immer noch die Ohren – habe ich Zeit, die letzen Stunden noch einmal Revue passieren zu lassen:
Als wir die Zeche Bochum erreichen, ist es Viertel vor 8. Das Konzert scheint ausverkauft zu sein: einige Fans stehen mit “Suche Karten“ Schildern am Straßenrand. Und tatsächlich, wie ich im Verlauf des Abends von dem jungen Mann am Mischpult erfahren sollte, sind alle 850 Karten weggegangen, wie warme Semmeln. Beim Einlass erfolgt die obligatorische Taschen-Kontrolle und nach einem kurzen: “Nur Frauenzeug!“ bin ich drin. Obwohl es noch sehr früh am Abend ist, schließlich sollen Danko Jones erst um 9 Uhr 25 die Bühne entern, ist die Halle soweit ich sehen kann, gut gefüllt. Nach ein paar Metern dann die ersten bekannten und auch langen Gesichter. Die erste Vorband Quit Your Dayjob hat bereits gespielt und soll nach Serpils Meinung “nicht soo toll“ gewesen sein. “Das kann ja heiter werden!“ Irgendwie scheinen die alle nicht so begeistert von dem Abend hier zu sein und auch meine beiden Begleiterinnen sind mehr als skeptisch, ob der Abend sein Geld wert gewesen ist. Allerdings lasse ich mir nicht die gute Laune vermiesen und mache mich an, das Terrain zu sondieren. Wie der Soundgarden in Dortmund – nur kleiner und mit einer schön breiten Treppe (die später zu einem Aussichtspunkt erster Güte avancierte) zur Galerie, das ist die Zeche. Und wie der Soundgarden ist sie vor allem eins: voll, laut, mit Zigarettenstummeln, Kaugummi und Glasscherben auf dem Boden, es riecht nach Bier, Schweiß und noch mehr Bier. Die Fans sind aber alle durchweg sehr nett und ihre Vorfreude auf Danko Jones prangt mir von mehreren T-Shirts entgegen. Fast schäme ich mich, die Band (noch) nicht zu kennen, habe ich mich die vorausgegangen Tage doch standhaft geweigert, mir die von Bekannten zur Verfügung gestellten CD’s anzuhören. Es lebe der erste Eindruck! Aber bis Danko Jones kommen, ist es ja noch etwas hin. Schließlich spielen erst noch Brant Bjork and The Bros. Da es unmöglich ist nach vorne zu kommen, da die ersten Reihen schon mehr als gut gefüllt sind, setzte ich mich wie erwähnt auf die Treppe. Ein Segen, wie sich bald herausstellen soll, aber auch ein Fluch. Von meinem Platz aus habe ich einen phänomenalen Ausblick auf die noch leere Bühne.
Wie gesagt, es kommt noch eine Vorband, aber der Geist von Danko Jones ist allgegenwärtig. So hängt ein riesen Banner über der Bühne und erinnert alle daran, warum sie hier sind: DANKO JONES Erstaunt bemerke ich, dass nicht nur ein Schlagzeug auf der Bühne steht, sondern 2, aber bevor ich mir die Bühne noch genauer ansehen kann, ist es schon Zeit für Brant Bjork. Ich muss sagen, dass sie bei mir nicht so gezündet haben und das ging wohl nicht nur mir so. Die vorderen Reihen sind sehr verhalten, es fehlt das Gepoge, das bei all meinen Konzerten bis jetzt obligatorisch war, und um mich herum auf der Treppe gilt die besondere Aufmerksamkeit meiner Mitstreiter eher den Handys als der Band. Von links hinter mir dringen sogar Gesprächfetzen über Fußpilzcreme an mein Ohr. Aber ich kann ihr mangelndes Interesse schon verstehen: Brant Bjork scheinen auf irgendwas zu warten. An mehreren Stellen habe ich zwar das Gefühl als würde ein ICE mit Tempo 200 auf mich zukommen, aber er kommt nicht an sondern verliert sich im Nichts. Und dabei könnte die Band doch so gut sein. Die Gitarren schnurren, der Sänger hat eine klasse Stimme, die Basslines sind gut gesetzt und das Schlagzeug treibt alle an. Aber wie gesagt, sie scheinen zu ’warten’. Was auch schade ist, dass sie mit dem Publikum nicht interagieren, oder nur wenig, was im Bassisten seinen Höhepunkt findet, der die ganze Zeit der Menge seinen Rücken zukehrt. Ich weiß bis heute nicht, wie der Mann aussieht! Der einzige, der offensichtlich Spaß auf der Bühne hat, ist der Drummer. Er bearbeitet die Felle als gäbe es kein Morgen und kommt so meinem Ideal am nächsten. Da bin ich nicht allein mit meiner Meinung und kann so bei einem besonders coolen Drumsolo 2 einsame Headbanger in der Menge ausmachen.
Nachdem die Jungs die Bühne verlassen haben, noch ein kurzer Umbau. Es kommen immer noch Leute und daher müssen die ’Treppensitzer’ immer mal wieder aufstehen, um die Ankömmlinge vorbei zu lassen. Langsam mache ich mir Sorgen, wie wir am Ende alle hier raus kommen. Ich beschließe, einfach mit meinen Mädels eher zu gehen. Und so haben wir uns hinterher noch vor dem letzen Stück auf den Weg durch die Massen gemacht. Selbstverständlich hab ich beim Merch-Stand Halt gemacht und einen Button für meine Sammlung erstanden…
Aber zurück zu Danko. Nach dem Umbau geht alles sehr schnell. Licht aus- Spot an – Jubel! Und ich weiß sofort, wo der ICE geblieben ist, der bei Brant Bjork irgendwie verschütt gegangen ist. Danko Jones brezeln mir ein Intro entgegen, dass ich zum ersten Mal froh bin, bei einem Konzert nicht in der ersten Reihe zu sein. Das Publikum ist von der ersten Sekunde Dankos Mann und das Pogen beginnt. Ich bin sicher, spätestens beim 3. Song gibt’s den ersten Crowd Surfer und siehe da, ich soll Recht behalten. “Are you fucking ready?“ fragt er, das Publikum schreit, brüllt, aber er scheint mit der Reaktion noch nicht zufrieden. “ARE YOU FUCKING READY?“ Das Publikum ist bereit und er sichtlich mit sich und der Welt zufrieden. So stelle ich mir das vor. Eine Rampensau vor dem Herrn. Und auch die Musik ist klasse: laut, roh und rotzig! Es war definitiv ein Fehler, mir nichts von ihnen vorher anzuhören und so kenne ich die Songs nicht. Dabei schreien sie gerade danach mitzubrezeln. Auch mein Platz erweist sich als nicht so gut gewählt. Normalerweise bin ich immer ganz vorne, in der Menge, beim Tanzen, und so gibt es von Anfang an den Impuls: Du – dahin! Mittenrein! Aber ein Hinkommen ist jetzt unmöglich. Zu voll. Das Publikum tobt. Danko spielen Sleep is the enemy. Und das Publikum tobt noch mehr. Hätte nicht gedacht, dass das noch zu steigern wäre. Nach ein paar weiteren Songs erfahren wir von Danko sein persönliches Ziel des Abends: “After this night, you will call me delicious!!” Nun, das kann er haben. Aber ich würde noch weiter gehen. ’Delicious’ ist zu wenig. Der Mann ist Dankolicious…
11.4.06 15:23


So,

Versuch No. 2, meinen Bericht über Danko Jones in Bochum zu posten.... Hatte vorher ja schon einen anderen Blog, aber der ist ja komischerweise gesperrt worden. Wobei ich den hier ja allein schon deshalb besser finde, weil er schon im Vorfeld Kategorien hat... :-)
11.4.06 15:21


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