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Muff Potter

Nein, Muff Potter haben in Bielefeld nicht fast ne Stunde lang gespielt und sogar ne Zugabe gegeben.

Ich hab sie auch gehört… die Gerüchte… das Muff Potter in Bielefeld auf der Visions Spring Tour gespielt haben sollen… zusammen mit Ash...Ich hab es von der Carina. Sie meint, sie sei da gewesen. Sie sei mit ner Freundin da gewesen, dem Hell Bunny aus dem MySpace. Die Fahrt soll ne knappe Stunde gedauert haben (die sie mit dem Hören von Muff Potter Songs verbracht haben wollen, aber ich bitte euch. Wer hört sich denn die Band an, die man gleich live sehen wird?) Dort angekommen, es soll recht leer gewesen sein, wurde dem Bunny auch erst einmal ihre Kamera verboten. Nein, wie praktisch. So gibt es keine Beweisfotos! Aber wo nix ist… Aber das ist noch nicht alles: Obwohl die beiden ersten Bands schon gespielt haben, sind die beiden erstmal in aller Ruhe was essen gegangen. Pizza Vegetaria. Also bitte, wenn meine Lieblingsband bald spielt, dann seh ich zu, dass ich nach vorne in die erste Reihe komme… Was sie nach dem Essen aber noch geschafft haben wollen. Ja, ne, is klar… Der Auftritt selbst sei bombastisch gewesen, obwohl einige Fans in der ersten Reihe aber recht lustlos rumgestanden haben sollen (sollen ja auch Ash Fans gewesen sein). Natürlich steht man bei Muff Potter auch so in der Gegend rum. Spätestens bei Wenn, dann das hier reisst es doch alle von den Socken. Und wenn die Jungs dann noch 3 Songs spielen: Das Leben ist kein Ponyhof, Bitter Lemon und Fotoautomat (letzterer soll im MySpace zwar nicht so richtig rüberkommen, aber live sei das ein echter Kracher. “Der rockt richtig!“) glaub ich erst recht nicht, dass da niemand nicht abgeht. Nagel sei ja so gut aufgelegt gewesen, hat von F-Ummel erzählt, was immer das sein mag und das er in Bielefeld, die geilsten Konzerte seines Lebens erlebt haben will. Und das, obwohl doch jeder weiß, dass es Bielefeld gar nicht gibt. Besonders geil hat Carina angeblich Alles nur geklaut gefunden. “Das müssen sie noch spielen!“ Und natürlich kommen in genau dem Moment die ersten Akkorde davon. Das Leben ist doch kein Wunschkonzert!! Angeblich soll danach nicht nur die zweite Zugabe Muff Potters auf der ganzen Spring Tour gespielt worden sein:100 Kilo Hertz. “Das ist erst das zweite Mal, dass wir eine Zugabe spielen. Dieses und letztes Mal.“ Davor soll Nagel auch noch voller Stolz das “einzige, das ich rappen kann“ gebracht haben und zwar eine Passage von einem Rage Against The Machine Song. Also ich glaub das alles nicht. Zumal Carina dann nur meinte, dass die gelangweilten Ash-Fans in der ersten Reihe nach dem Muff Potter Gig einfach so verschwinden. “Also keine Ash-Fans, oder wie??“ Aber der, in meinen Augen größte Beweis, dass das alles nur erfunden ist: Der Ash-Sänger soll einen seiner Zugaben-Songs Nagel gewidmet haben, “because it’s his birthday“. Aber ich meine Nagel hat erst im Juni…
8.5.07 02:17


In den Muff gepottert

(In den Mai getanzt auf Muff Potter Art)

Es ist 18:45 als ich mich voller Vorfreude auf den Weg zu den Ruinen in Dortmund mache. Heute werde ich zum 2ten Mal so in den Mai tanzen, wie ich es will! Letztes Jahr bin ich auch schon bei Rock in den Ruinen gewesen und habe mit Sub7even gefeiert. Nun bin ich verwöhnt und erwarte von muff potter. eine ähnlich geile Show. Am Bus angekommen aber ein kleiner Dämpfer. Lauter kleine voll-evil-böse Punker und Innen, die sich darüber unterhalten, wie sie ihr Punker Outfit noch punkiger gestalten können und ob man “Punks“ nun nicht doch “Punx“ schreiben sollte. Oh mein Gott, ich bezweifele, ob auch nur einer von denen eine leise Ahnung hat, was Punk überhaupt ist. Auf alle Fälle keine voll coole Art, die Ellis auf die Palme zu bringen. An der Burg angekommen jede Menge ziemlich fertige Gestalten, von denen der ein oder andere schon das berühmte Bier zuviel erwischt hat, bevor der Abend erst richtig angefangen hat. Irgendwie kontraproduktiv…

Das Festival-Gelände ist noch recht leer. Erfreulicherweise ist das Publikum bunt gemischt. Hier und da vereinzelte Goths (sind wohl wegen Krypteria hier), ein paar Grüppchen Alternative, Emos und Gothic-Lolitas. Am Bierstand ein paar alteingesessene Rock-Veteranen, die über die Musikentwicklung der letzten Jahre philosophieren: “Damals war alles besser und die Musiker noch echt.“ und vor der Bühne ein paar Jungs, die ihre Adoleszenz mit ausgelassenem Pogen feiern. Zumindest versuchen sie das, aber der Boden ist aufgeweicht und glitschig und so mutet der Pogo eher wie ein Schlammcatchen an. Aber ich bin ja wegen der Musik da.

Sweep, Agent Elmo, Exposed To Noise, Son, Asher, Chamberdogs und Goldhouse hab ich ja bereits verpasst, es spielen 3und20. Seit Februar 2002 gibt es sie nun schon und sie kommen aus Dortmund. Ihre Musik ist ok mit netten Melodien und gelungenen Lyrics, aber mein Fall ist sie nicht. Nicht hart genug. Aber die Jungs haben sichtlich Spaß bei dem was sie tun und vor allem an den Jungs in der ersten Reihe, die das Schlammcatchen aufgegeben haben und sich nun im Headbangen versuchen. Hier und da erhebt sich ein kleiner Teufelsgruß. Ja, wenn sie meinen. Plötzlich trifft mich was am Kopf und blitzschnell schnappt sich einer der Veteranen den Drumstick, der von der Bühne gesegelt ist. (So schlecht scheint sich die Musik in den letzten Jahren doch nicht gemacht zu haben ;-) )Ein kurzes “’tschuldigung“ vom Schlagwerker und die Show geht weiter. Hm, eigentlich hätte ich den 2ten kriegen müssen, aber ich will mal nicht so sein. Nach ihrer Show mache ich mich auf den Weg zum Merchstand. Schließlich will ich heute die Muff Potter LP Von Wegen erstehen. “Ich will alles nehmen und geben, das ist jetzt und das ist hier und das sind wir…“ Dort angekommen erhasche ich einen Blick auf den Drummer von eben, der nun von meist weiblichen Festival-Besuchern umringt wird. Manche Dinge ändern sich wohl nie… Der Typ vom Merch ist echt nett und ich lasse mich zu einem Pläuschchen hinreißen. Einen Schirm soll ich kaufen. “Du musst doch die Band unterstützen. Bitte kauf einen Schirm. Die müssen weg.“ Ich tu es aber nicht sondern erstehe in einem Anfall von Weitsicht eine Tasche, in der ich meine LP sicher verstaue.
Zurück an der Bühne (man kann immer noch ganz entspannt an der Absperrung stehen) machen sich Mothers Little Helpers aus Berlin auf, das Publikum zu erobern. Die Herren an den Saiten in schwarzen Anzügen (ist hier eine Beerdigung??) und der Sänger in einem weißen Anzug (Es ist Sonntag! Saturday Night Fever wäre gestern gewesen). Auch wenn ich ihnen bestimmt großes Unrecht antue, aber gerokkt haben sie nicht. Wenn überhaupt dann geroggt, wie im Reformhaus. “I’m still burning“ meine ich von dem Jungen in weiß zu hören, aber davon merke ich nicht viel. Ein Glück, dass es dann auch vorbei ist.

Die Instrumente werden abgebaut und dann kommen die Münsteraner und bauen ihre auf. Bramis Felle, 2 unheimlich kitschige Lampen, die eine oder andere Gitarre. Und dann geht’s auch schon los. Klasse Musik von vorne (ich bin immer noch in Reihe 1) und dann ein fast beängstigendes Quetschen und Drängeln von hinten. Gut, dass meine LP in ihrer Tasche über dem Gelände hängt – in Sicherheit! Die Jungs versuchen sich wieder im Pogen und die Gothic-Lolitas und Emo-Schnecken wollen so nah wie möglich ran an die Objekte ihrer Begierde. Und das alles zu Born Blöd. Schon nach kurzer Zeit ist Nagel nass geschwitzt (das schöne Cardigans-Shirt!) und das “obwohl es hier ja eigentlich kalt ist. Wenn euch auch hinterher wenigstens ein bisschen der Schweiß in die Poritze läuft, dann haben wir was richtig gemacht!“ Und sie machen alles richtig. Der Wecker tickt und obwohl sie alles nur geklaut haben ist die Stimmung super. Ab und an kommt ein Crowdsurfer in der ersten Reihe an und einmal schafft einer es von ihnen sogar fast, einen Fuß auf die Bühne zu kriegen. Aber wer genau hinsieht merkt, dass die Tour ihre Spuren hinterlassen hat. Der Sound ist nicht optimal, was Nagels wildes Gestikulieren beweißt und so bekommt Take A Run To The Sun einen neuen Text. Aber es sei den Potters verziehen. Wer 11 Städte in 12 Tagen rockt (danke Tanja für die Info), der darf das. Echte Musiker, die ehrlich sind im Moment Alles Was Ich Brauch! Bei Wenn Dann Das Hier bin ich mal wieder hin und weg. Einmal, weil der Song so was von geil ist, dass ich ins Träumen gerate und zum anderen, weil ich jäh aus eben diesen Träumen gerissen werde, weil ein paar Experten doch tatsächlich versuchen zu Nagels erklärtem “Beischlaf-Song“ wie wild und noch dazu aggressiv zu Pogen. Verständnislosigkeit macht sich breit. Nach Schwester Im Rock wird’s dann doch noch politisch. Nagel erzählt von seiner Fahrt mit dem Pendelbus. “Ich saß da und schaute auf den Boden. Und da sah ich, dass ein Punk vor mir stand und sich total bepisst hat. Ist das noch Punk?????“ Nein, ist es nicht und da nun die Entwicklung des Punks diskutiert worden ist, kann’s ja weiter gehen. Alle singen, grölen und feiern und Den Haag bildet den gelungenen Abschluss dieses Abends. Meine LP ist noch ganz und ich mache ich auf den Weg. Irgendwo müssen doch Tanja und Carina sein. Das Glück ist mit den Potter-Fans und so stolpere ich in die beiden hinein. Auf zum Merchstand. Tanja will sich auch so eine Tasche holen. Aber irgendwie hat sie wieder kein Glück. Schon wieder ist ihr Merch nicht da. Also machen wir uns auf den Weg zu Carinas Auto. Es ist zwar noch nicht offiziell der 1.Mai, aber das macht nichts.
3.5.06 23:15


“Sagt mal, ist Radler eigentlich Schorle?? Ey, ich muss das jetzt wissen…“

Muff Potter klären ein wichtiges Phänomen am 19.04.2006 in Duisburg.

Es sind bereits einige Muff Potter Fans an der Kulturzentrale HundertMeister in Duisburg eingetroffen, aber wider Erwarten ist der Einlass erst um 20:00 Uhr. Also heißt es warten. Es ist bereits mein zweites Muff Potter Konzert nach dem FZW in Dortmund und nun wird sich zeigen, ob sie mich wieder so begeistern können, wie beim ersten Mal. Zur Sicherheit habe ich mich zwar bei einigen Freunden umgehört, aber ich habe genauso viele unterschiedliche Meinungen gehört, wie ich Leute gefragt habe. “Muff Potter sind richtig gut, aber bei Trend (Support) rollen sich mir die Fußnägel hoch. Aber es soll ja Leute geben, die auf dicke Männer stehen“ meinte Kathrin. Jens nölte: “Muff Potter kann ich total nicht ab. Dieses pseudo-literarische Deutschpunk-Gehabe (?????) geht mir auf den Sack.“ Biggi war nicht ganz so krass: “Ja, sind ganz nett, aber die WSK (Wohl$tandskinder) waren besser.“ Tja, wie immer im Leben scheiden sich die Geister. Über Geschmack lässt sich eben nicht streiten. Ich habe mich in Duisburg mit Tanja getroffen, einem Mädel aus dem Muff Potter Forum nebst Bruder einer Freundin. Ihre Meinung brauche ich mir ja nicht anhören. Die ist bekannt: “Ich liebe Muff Potter, weil die so sexy sind“, meint Tanja mit einem Augenzwinkern. Ja ne, ist klar. Sie findet sie Jungs einfach nur nett, sympathisch und ehrlich. Musiker, die halt geniale Songs schreiben. “Muff Potter ist eine der besten Live- und Überhaupt-Bands!“ Da geh ich mal mit.
Um die Wartezeit zu verkürzen beobachten wir die anderen Fans. Unweit von uns entfernt stehen ein paar echt harte Kerls in speckigen Lederjacken und Springerstiefeln, die wohl so schwer sein müssen, dass einem vom Hinsehen, die Füße wehtun. Was für Sachen man da erfährt. “B. P. D. N. das heißt ‚’bepiss dich nicht’“ Nein, welch Augenöffner! Wir sind beeindruckt und wenden unsere Aufmerksamkeit der Location selbst zu. Das Hundertmeister steht mitten in der City von Duisburg, direkt neben einem Programmkino, das an diesem Abend von ein paar älteren Herrschaften mit Hut und Spazierstock frequentiert wird. “Das wäre doch so was von cool, wenn die hinterher zum Konzert kommen würden.“ meint Carina. “Werden sie wahrscheinlich sowieso, weil sie gleich nichts mehr von dem Film mitkriegen“, feixt Tanja. Ui, die Türen gehen auf. Auf zu Muff Potter!
Eine lange Treppe führt in den ersten Stock, wo das Konzert stattfinden wird. Der Raum selbst ist klein. Keine Fenster. Die Wendeltreppe zur Galerie gesperrt. Vor Kopf die Bühne. Links davon an der Wand der Merchstand und die Bar. Ein paar Leute stehen im Raum verteilt. Noch ist nichts los. Nach einer halben Stunde ist das Publikum richtig zahlreich.

“Wir sind Trend aus Rheinland-Pfalz und ich bin noch zu haben!“ Ist das der dicke Mann, den Kathrin nicht mag?? Wenn ja, kann ich sie irgendwie verstehen. Nach drei Songs ist klar: Der Sänger von Trend ist irgendwie seltsam. Das scheinen Viele zu finden und so ist das Publikum nicht mehr ganz so zahlreich vorhanden. Auch meine Begleiter sind nicht mehr da. So erfahren sie nicht, dass Patientenverfügung ihre neue Single ist. Und auch der missglückte Witz des Mannes am Mikro entgeht ihnen: “Kennt noch einer von euch Freddie Mercury? Den Sänger von Oxymoron??“ Ich glaube zumindest, dass das ein Witz sein sollte. Nach Flugzeuge, dem siebten Song, reißt dem Bassisten der Gurt. Da ihm ein Ersatz-Gurt fehlt - ich fühle mich zurückversetzt in meine Ausbildungszeit, wenn meine Chefin immer sagte: “Mise en place ist alles!!“- behilft er sich mit Gaffaband. Ich versuche mich auf die Show und den Sänger zu konzentrieren. Schlägt sich der Kerl da mit der Hand vor den Kopf?? Ja, er tut es. Und mit Entsetzen muss ich mit ansehen, wie ihm die Hand hinterher nicht mehr ausreicht und er das Mikro nimmt. Ich sehe mich um. Das Publikum besteht nur noch aus ein paar Hartgesottene. Ein paar von ihnen in einen ziemlich unkoordinierten Tanz vertieft. Wie sagte Kathrin doch noch gleich: “Es gibt immer welche, die das mögen.“ Bei 5 Uhr Morgens muss auch ich passen und ich gehe nach draußen. “Wir sind Trend aus Rheinland-Pfalz und ich bin immer noch zu haben. (Kann ich verstehen.) Wir sind die Kranken, nicht die Gesunden (Glaub ich sofort.)“ hallt es von drinnen. Es scheint vorbei. Ich wage mich hinein und schaffe es sogar eine der Setlists von denen zu ergattern, die sehr begehrt sind.

Jetzt heißt es also nur noch Muff Potter und ich. Neben mir einige Muff Potter Fans. “Ich glaube, die hätte noch nicht mal mein Bruder gut gefunden.“ Antje aus Duisburg, Muff Potter Fan der ersten Stunde, hat über Trend eine sehr klare Meinung. “Der Kerl war ja so was von ekelig!“ Auch Carina ist der gleichen Meinung. Wie sie mir hinterher bei einer Cola erzählen wird, sind sie “geflohen“, kurz nachdem die von Trend angefangen haben.
Bei Muff Potter sind sie aber da. Und auch die Potters sind da und das machen sie von Anfang an unmissverständlich klar. Keine lange Vorrede, sondern erstmal Born Blöd. “Das muss ja gut werden, wenn sie mit Born Blöd anfangen.“ Alle sind begeistert. Erst nachdem auch der letzte gemerkt hat, wo die Musik nun spielt, begrüßt Nagel seine Fans: “Wir sind Muff Podder aus Münster und wir spielen heute zum ersten Mal hier in Duisburg, denn bisher waren wir immer in Mühlheim, keine Ahnung wieso.“ Die Menge tobt und schon beginnen auch die ersten mit dem Pogen. Erstaunlich gesittet, wie ich find. Ich bekomme kaum was davon mit. Ab und an ein kleiner Schubs, mehr nicht. In dem gleichen Tempo geht es weiter. Es kommt Alles nur geklaut. Ein Song zum Mitgrölen. Aber das macht ja bekanntlich durstig und einen Sänger sowieso. “Also ich hasse ja Schorle. Trinkt einer von euch Schorle??“ brennt es Nagel auf der Seele. “Ich trink ja bloß Radler. Ist das Schorle? Ey, ich muss das jetzt wissen…“ Aus dem Publikum kommt ein “Ja!“ angeflogen. “Scheisse, ich trink Schorle…“nach einem Weiteren Schluck aus dem Glas, geht es weiter im Text: Wenn dann Das Hier. Und passend zum Thema, ruft der Typ neben mir plötzlich “Nagel, nagel mich!“ - “Das war aber nicht sehr einfallsreich, wer war das?“ Da hat ihn dann doch der Mut verlassen. Die Songs jagen einander, dass es einem schwindelig wird. Der Wecker Tickt, Bring Dich Doch Selbst Nach Haus, Schwester Im Rock. Puh, ich brauche eine Pause. Aber die gibt es nicht. Es folgten ein paar neue Songs von ihrer EP: Weg Mit Dem und Gestern War Auch Schon Ein Tag. Ich bin begeistert. DIE MUSS ICH HABEN! Mein totaler Favorit des Abends ist aber immer noch Alles Was Ich Brauch. Ein Song, bei dem ich jede Silbe, nein jeden Buchstaben unterschreiben kann, ist höchst selten. Und so ist dieser Song auch alles was ich brauch, um den Abend perfekt zu machen. Den öffentlichen Heiratsantrag an Iris, die ja ihren Papa heute beerdigt hat, und deswegen möchte ihr Verlobter sie jetzt fragen, ob sie ihn heiraten will, lasse ich Tanja zu liebe unter den Tisch fallen. “Ich zieh weg. Jetzt werden Muff Potter immer sagen, dass Duisburg da war, wo sie den ersten Muff Potter Heiratsantrag erlebt haben. Wie peinlich!“ (Nagel will sogar zur Hochzeit eingeladen werden.) Was Iris zu dem Heiratsantrag nun gesagt hat, habe ich nicht herausfinden können. Sie war unauffindbar. Genauso wie die EP, die wir uns später noch kaufen wollten. Na toll, Nagel, erst so groß ankündigen und dann nicht genug mithaben. Wie sagte meine Chefin: “Mise en place ist alles.“ Ich glaub, dass hatte ich heute schon einmal.
3.5.06 23:13





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