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Chilling-Time mit Why Amnesia und Zero

So, nachdem ich die letzten Monate im Krankenstand verbracht habe und nicht auf meinen Streifzug durch die Konzerthallen, Clubs und Kneipen dieser Welt gehen konnte, hier mal wieder was von mir. Da meine Advantage II Knie Schiene nur 60 Grad Beugung zulässt und das Pogen somit flach fällt (als ob ich das je tun würde XD) hab ich mir gedacht, ich lass es langsam angehen: und was eigenet sich besser als Comeback light als der bodenständige Rock von den Why Amnesia Mädels und Jungs. Ok, ok, die Aussicht auf einen Gästelistenplatz hat auch ein bissl den Ausschlag gegeben, aber hey, ich wäre auch so hingegangen ;-)
Und die Vorzeichen stehen gut: Sonne und blauer Himmel als ich mich auf den Weg zu Jenny nach Recklinghausen mache. Und nachdem die Mädels sich ausgehfertig gemacht haben, geht's auch schon los. Das Litfass in Essen ist schnell gefunden und ich habe noch vor Jenny Jenz und Maik ausmachen können. Mann, bin ich gut... Das Litfass selbst ist eine kleine Kneipe, direkt gegenüber der Uni Essen. Richtig urig, so gefällt mir das. Zuerst einmal die Damen und Herren von Why Amnesia beim Essen stören und begrüssen und dann feststellen, dass es eine gute Idee von mir war mein schwarzes (Rock-hard-Party-loud) Fucker inc.-T-Shirt NICHT anzuziehen, denn die Hälfte der Zero Jungs trägt bereits eins. Was bei der Anzahl der bis dahin erschienen Personen ein Viertel der Anwesenden beträgt. Blame it to the weatherman. Während ich mir Geschichten über zwar nicht anwesende aber extrem polarisierende Personen anhöre, läuten Why Amnesia auch schon den musikalischen Teil des Abends ein. Hach ist das schön, mal wieder Livemusik zu hören. "Let The Good Times Rock! Let The Bad Times Roll!!" Dann mach ich das doch mal und geniesse einen chilligen Abend im Kreise meiner 'Lieben'. Ok, ich bin sicher, der ein oder andere Sänger hätte an meinem "schwulen Rumgesitze" was zu meckern gehabt, aber wie gesagt, Advantage II Knie Schiene, 60 Grad Beugung blablabla, mir ist's egal. Bei The Last Time fällt mir dann siedend heiss ein, dass ich immer noch nicht die Lyrics für meine HP hab. Memo an mich selbst: Sara noch mal anschreiben... Das Ende der WA Session macht dann Bad Moon Rising. Ein "Rausschmeisser" nach Katja und als hätt sie verschrieen, fällt der Strom aus. *looool* Lichter aus - ab nach Haus! Aber noch nicht jetzt, denn erst kommt noch 3, 2, 1, Zero! Ein Band, die sich von Myles Kennedy und Chris Cornell beeinflusst sieht, muss ich einfach sehen. Und ich werde nicht enttäuscht. Wie steht so schön auf ihrer MySpace -Seite: "Outstanding Drumming, astounding Guitarwork, solid Bassplayin and powerful and melodic singing in earcatching songs." Ja, alles da, wo es hin soll und es stört mich echt, dass ich die Lyrics nicht kenn. Besonders gut gefällt mir Guitarman Chris und seine Leihgitarre Horst, die beiden rocken echt das Haus. Und wenn er dann noch sagt, man soll am 28. ins Turock kommen, da haben sie Release-Party zusammen mit Highfly, dann mach ich das doch...
14.4.07 23:54


Eine Überschrift, die Tanja nicht hat ;-)

Es ist Freitagabend und ich mache mich kurz entschlossen auf dem Weg zum Dortmunder Campusfest. Slut spielen da heute. Ich hab zwar noch nichts von denen gehört, aber 1) ist es besser als freitagabends zu Hause zu sitzen und 2) werden Tanja und Carina auch da sein, also bin ich nicht allein. Kaum auf dem Fest angekommen, es sind nicht so viele da, wie ich angenommen hatte, bekomme ich erst einmal ein Programm in die Hand gedrückt und soll am O2-Stand an einem Gewinnspiel teilnehmen. Was es zu gewinnen gibt, sagt mir aber keiner. Immerhin gibt es einen Kuli, ein Schlüsselband und ein paar blaue Weingummi-Os. Aber nun zur Bühne!
Im Moment spielen ModeExecuteReady aus Dortmund. Ich bekomme noch ein paar Takte von ihnen mit, dann ist es auch schon vorbei. Als nächstes soll Bernd Begemann mit seiner Befreiung kommen. Laut Programm ein „…Qualitätssiegel des deutschsprachigen Pop, ein Feuerwerk aus Alltagspoetik, Stand-up-comedy und rockig bis jazzig-zart gespielten Liedern…“ Das Feuerwerk lässt aber auf sich warten. Denn die Rakete Begemann B. steigt nicht auf, sondern stürzt ab. Verheddert in einem Gitarrenkabel geht sie zu Boden! Dortmund, wir haben ein Problem! Auch danach zündet nichts mehr. Ok, hin und wieder lache ich, aber eher über ihn anstatt mit ihm, wie es wohl sein sollte. Aber er ist nun mal nicht witzig und von Alltagspoetik hab ich auch mehr erwartet. Das Beste der Show ist der letzte Song, ja singen tut er auch: Die Band ist am Ende. Welch Befreiung! Und das ist sie dann auch. Pünktlich zum Schluss trudeln Tanja und Carina nebst Anhang ein. Alle froh dem Absturz von Begemann B. nicht mit entgangen zu sein. Es füllt sich. Slut müssen ja richtig gut sein. Und das sind sie auch. Auch wenn Tanja befürchtet, dass ich das nur sage, um freundlich zu sein. “Weil, die sind ja nicht so hart, wie du es magst. Die sind ja eher ruhig.“ Ja, das sind sie wirklich, aber das macht ja nichts. Eine Band, die die Drei-Groschenoper neu intoniert. Da lacht mein Kompa-Studi Herz. Allerdings heißt es dann, dass die komplette Interpretation der Oper nicht veröffentlicht werden darf, sondern nur Häppchenweise. Tjaha, es kann der beste Musiker nicht in Frieden Cds herausbringen, wenn’s der bösen Kurt-Weill-Stiftung nicht gefällt. Der Rest der Show war ruhig. Musikalisch, wie ereignistechnisch. Keine großen Vorkommnisse. Dann: Einer der Veranstalter kommt auf die Bühne. Stille. Buhendes Publikum. Der Veranstaltungstyp tippt auf eine nicht vorhandene Uhr. Lauter buhendes Publikum. Offensichtlich müssen Slut aufhören. Es kann halt der beste Musiker nicht in Frieden musizieren, wenn’s dem bösen Nachbarn nicht gefällt. “Nur noch ein Song.“ Heißt es. Irgendwie werden dann aber doch mehr draus. Also doch nur much ado about nothing?? (Und es mir egal, was die Shakespeare-Stiftung dazu sagt.) Dann ist es aber doch vorbei und wir machen uns auf die Suche nach dem Sonnendeck, wo die große After-Show-Party stattfinden soll. Nach einigen Versuchen meinerseits Carina zu überzeugen, dass ich doch tatsächlich einen Plan lesen kann, und einem “ich hab doch gleich gesagt, dass wir da lang müssen“, ihrerseits kommen wir dann im Sonnendeck an. Die Musik ist toll und somit der Platz rar. Total überfüllt. Ein Alternativplan muss her. Die Option trinken-saufen-und-tanzen-in-Bochum überzeugt mich dann aber nicht. Also geht’s nach Hause…
24.6.06 13:05


Out of the frying pan and not into the fire…

… oder einmal mit Julia in den Backofen und zurück

Zum 2ten Mal mache ich mich allein auf den Weg zur LMH, um mir Julia anzusehen, die für Billy Talent die Massen anheizen wollen. Und Massen werden es sein, denn die LMH ist - wie die Zeche nächste Woche in Bochum – ausverkauft. So wundert es mich nicht, dass schon vor dem Einlass eine lange Schlange die LMH belagert. Aber ich habe ja an der Uni “aktives Anstehen“ gelernt und so kümmert mich das wenig. Ich schlendere an ihr vorbei und erspähe an ihrem Anfang ein paar Mädels aus dem Julia-Forum: Mary und Saskia (von hier an liebe Grüsse an Euch!) Sarah gesellt sich auch kurze Zeit später zu uns und dann können wir auch schon rein. “Es wundert mich, dass die nicht rennen“ feixt ein Sani und als hätte er es geahnt, rennen auch schon ein paar Emo-Schnecken an uns vorbei, um auch ja einen Platz ganz vorne in der ersten Reihe zu besetzten. Wozu nur die Eile?? Ich zähle mich ja auch zu den Erste-Reihe-Mitte-Mädelz (nirgendwo sonst sieht man so gut) aber ich habe es bis jetzt noch nie so eilig gehabt. Man kommt doch auch so dahin?! Aber ich schweife ab… Wir bleiben noch einen Weile draußen stehen und können so Anja (liebe Grüsse auch an dich) begrüßen, die ja heute im Auftrag des Fotos unterwegs ist. Allerdings hält ihr Fotopass nicht so richtig. Die scheinen auch nicht mehr das zu sein, was sie einmal waren…. Gibt’s die eingeschweißten nicht mehr, die man sich um den Hals hängen kann?? Mary hat ein Meet n Greet mit Billy Talent gewonnen und so verlässt sie uns. Ich hoffe, sie verpasst nicht zu viel von Julia. Die Jungs rennen auch ein paar Mal an uns vorbei, sind aber alle busybusy. Schade, also kein Plausch erst mal… Den ganzen Tag lang war es schon sehr warm und so kann ich mir lebhaft vorstellen, das sich die LMH, wie das Heisterkamp letztens, in einen Backofen verwandeln wird. Oh, Julia fangen gleich an, also nicht wie rein. Wie erwartet gibt’s einen schönen Platz in der ersten Reihe für mich und meine Mitstreiterinnen. Es dauert dann auch nicht lange, bis die Herren Julia sich dann zu uns gesellen. Was soll ich sagen, die Band ist gut gelaunt und so wundert es nicht, dass richtig gerockt wird: Droogs + Technology + Listen to the bomb + Perfect + Optimistic + Turn around + Crash test youth + Beautiful = eine 1a Show. Der Gig in Berlin soll ja nicht so gut gelaufen sein, wie ich später erfahren werde. Ich hoffe, dieser hier macht das vergessen. Die Halle füllt sich mehr und mehr für die Billys aber wir machen uns erst mal auf den Weg nach draussen. Luft, Luft, LUUUUFT! Drinnen sind mittlerweile bestimmt 90% Luftfeuchte, nicht zum Aushalten….
Da bleiben wir dann auch erstmal sitzen, sehen den Julias beim Abbauen zu, Sarah hinterlässt einen netten Myspace-Comment und fotografiert Mr. Ausschnitt-Gucker-Koma, der doch kein Bier wollte. Ok, hab ich Geld gespart und ich pimpe ihre Chucks zur Feier des Tages und sie ihren Sidekick in Julia Manier. Während die anderen sich dann Billy Talent ansehen, bleiben wir draußen sitzen. In diesen Hochofen kriegen mich keine 10 Pferde mehr rein!! So erfahre ich von Sarah jede Menge über diverse bekannte Groupies. Sachen gibt’s, die gibt’s gar nicht… Nach Billy Talent wagen wir uns wieder rein. Die Luft kann man schneiden, aber der Merch-Stand muss ja inspiziert werden und diverse Mit-der-Band-Pix müssen gemacht werden, also spiele ich die Fotografin. “Hallo, ich bin der Sushi. Wir kennen uns ja noch nicht!“ Die Jungs von Julia ja richtig gut erzogen!! Lange plaudern können wir aber nicht, denn die Belegschaft der LMH macht uns “dezent“ darauf aufmerksam, dass wir uns verzeihen sollen. Das können sie haben, aber nicht bevor ich mich von allen verabschiedet habe…
14.6.06 22:24


LOVECHAINSNROCKETS

Lange mussten wir warten, aber das ist ja jetzt vorbei und es hat sich gelohnt. Das nun dritte Album von Sub7even Love Chains n Rockets ist seit dem 26.5. käuflich zu erwerben und es bietet alles was das Rocker-Herz begehrt: rotzige kernige Kracher, eingängoge Midtemp-Nummer und softere Balladen. Und das auf über 43mins
Einer meiner persönlichen Favs ist Raw Like Sushi. Der Song spiegelt gekonnt, die lezten Jahre im musikalischen Leben der Jungs wider. Aus 5 wurden über mehrere Umbesetzungen 4, oft totgesagt, aber immer noch da. Und wie sie da sind: Raw Like Sushi eben... Wem nicht so nach rotzigen Songs ist, dem seien die softeren Stücke Little Suicide und Dreams wärmstens empfohlen. Wirklich schöne Balladen, die auf der Rockschiene zum Verschnaufen und Ausruhen einladen. Alles in allem kann man sagen, dass die 4 Jungs auf dem Album konsequent den Weg verfolgen, den sie schon die letzten Monaten auf ihren Gigs eingeschlagen haben.... Und sie schon mal live gesehen hat, der weiss, was ich meine. Und ich ziehe meinen Hut vor ihnen...
27.5.06 17:36


Rent a fan?? Habts ihr das nötig???

Eigentlich habe ich ja vorgehabt, vor dem Privilege in Köln zu campen, ganz genauso wie es die ganzen richtigen Fans so tun. Aber dazu muss ich es erst einmal finden... Anscheinend scheine ich nicht die einzige zu sein, die den Club nicht finden kann und so bekomme ich Gesellschaft von weiteren Recbow-Fans, die mehr als froh darüber sind, dass meiner eine einen Plan ausgedruckt hat. Wobei der auch keine allzu grosse Hilfe ist. Aber so hat Frau wenigstens eine ungefähre Ahnung in welche Richtung sie muss....
In 50 Metern können wir eine grössere Menschenmenge ausmachen. Nix wie hin!!!! Das muss es sein!!! Jupp, das ist es. Und nun heisst es warten. Ist das nicht Bodo, der da an mir vorbei schlendert??? Joar, scheint so... Interesannterweise, scheinen die Fans, die ich aufgelesen hatte, das anderes zu sehen...
Endlich drin gibt es erstmal die neue Recbow CD "Ode to summer", die im Moment bei mir rauf und runter läuft. Oho, die Jungs sind in Geberlaune. Das gibt 11 Punkte beim Julia-Test... Danach bekommt meine mehr als gute Laune, erst mal einen Dämpfer verpasst. 3€ Mindestverzehr??? Die haben sie doch nicht alle!!!Ich mag es nicht zum Konsumieren genötigt zu werden!!! Das gibt schon mal Punktabzug für den Club....
Weiter im Text: Als erstes heisst es Dinah suchen und wie erwartet steht sie am Merch. So gibts es erst einmal eine kleine Zusammenfassung des Bon Jovi Gigs und danach ein kleines Shake Hands mit Recbow. Wo ich gerade dabei bin: Huhu, Bodo The Drumbeast! Thx for da Setlist!!!! Mit Dinah quatschend verpasse ich so 1 1/2 Bands und bekomme somit von Cho Jin (ich hoffe, das schreibt sich so) nur noch die Hälfte mit... Nicht schlecht, aber der Funke will bei mir nicht so richtig zünden. Man kann nicht alles haben... Zwischen Cho Jin und Recbow entdeckt mich die Anja. Ui, wen man alles so trifft... Sie ist mit Dan da, auf den ich auch kurz einen Blick erhaschen kann. Aber ich bin ja zum Pix machen hier.
Cho Jin verlassen die Bühne und schon fängt es an eng in den vorderen Reihen zu werden. Und schon entern die Herren Recbow die Bühne. Eins muss man Michael ja lassen: er weiss, wie man das Publikum einfängt. Von der ersten Sekunde an, gehören sie alle ihm und seinen Mannen. Besonders meine zugelaufenen Fans können sich kaum halten... Die ersten beiden Songs Out Of Center und Your Life sind von ihrer neuen CD und besonders Out Of Center hat es mir angetan. Bei "...she burns inside but she is freezing..." krieg ich doch tatsächlich eine Gänsehaut, obwohl es richtig warm im Scheinwerferlicht ist und es ist fast so als könnte ich das Gefühl des Verlorenseins förmlich greifen. bei Crawling Inside You vergesse ich für einen Moment Moment meine Cam und muss einfach mitsingen. Wie immer eigentlich, wenn der Song läuft. Eigentlich kann Michael seine Musical Erfahrungen nicht verstecken. Man hört es einfach heraus und man sieht es auch. Wenn man in der ersten Reihe steht fällt auf, dass er seine Show ein Tick zu "gross" ausfällt. Kann man das sagen?? Naja, sie scheint so konzipiert zu sein, dass wenn man dann etwas weiter nach hinten geht, immer noch alles mitkriegt. ich weiss nicht ob er das mit Absicht macht, aber ich denke das passiert mittlerweile automatisch. Und es ist ja auch kein Manko. Wasted sollte hier auch noch Erwähnung finden: Ein Klasse Song, der erst ruhig anfängt, langsam an Tempo gewinnt und dann kommt The Drumbeast, der einen antreibt und vor sich herjagt. Nicht zu hart, aber trotzdem rockt es gewaltig. So gehört sich das. Mit einem Schmunzeln nehme ich Rent A Fan zur Kenntnis. Soso, ihre Fans mieten??? Habt ihr das denn nötig?? Ich finde ja nicht... Bei der Zugabe, lerne ich ihren Zweit-Drummer Chris kennen und muss lachen. manche Drummer spielen in 2 Bands. Das ist die erste Band, die ich kenne, die sich 2 Drummer leistet. Na wenn das nicht rockt, dann weiss ich auch nicht....
26.5.06 16:56


It’s getting hot in here (im Heisterkamp), so take off all your clothes *rrrr*

Nach einer sehr kurzen Nacht, geht’s heute zusammen mit Marcus und Maik zum JZ Heisterkamp nach Herne, Jake Porn, fs ninety8 und Sub7even besuchen. Wir sind so ziemlich die ersten und können so von Bernie in Empfang genommen werden. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass unsere Ankunft doch etwas Hektik auslöst und so stellt Marcus’ Reservierung für die Kassiererin ein schier unlösbares Problem dar. Aber auch dafür findet sich schließlich eine Lösung und so finde ich mich im Backstage-Bereich wieder, wo ich zusammen mit den Jungs Extreme-Relaxing betreiben kann. Alle sind entspannt und sinnieren über einen verschwundenen GB-Eintrag und so kann ich mich ein bissel von der letzten Nacht erholen. Sollte also einer der anwesenden Bandmitglieder etwas traurig gewesen sein, dass ich mich nicht vorgestellt habe, möge er mir bitte verzeihen. Ich war ziemlich groggy und nur froh, etwas Ruhe zu haben. Wenn das auch keine wirkliche Entschuldigung ist, aber ich hole es beim nächsten Mal nach…
Irgendwann haben Marcus, Maik und ich dann beschlossen, das Terrain zu sondieren (es ist so cool, mal seine Sachen einfach an Ort und Stelle stehen lassen zu können, ohne sich Gedanken machen zu müssen…) und was soll ich sagen, das ist ja so was von klein. Das nächste Mal können Sub gleich in einer Telefonzelle (ist der Running-Gag des Abends geworden) spielen. Wer in Burscheid war und das klein fand: Burscheid war riesig im Vergleich da zu! Und da sollen 250 leute Platz finden. Wer kommt nur auf solche Ideen? Langsam trudelt das Publikum ein und auch ein paar Bekannte Gesichter kann ich ausmachen: Biggi, Michaela, Andrea, Sandra, Julia, Jenz, Saskia, Larry und noch einige andere. An dieser Stelle mal ein “Hallo Ihr!“ und Herübergewinke.
Jake Porn läuten mit ihrem Beautiful Girl und tangabehängten Instrumenten (alles Fangeschenke oder was? ;-) ) den Abend ein und ich bin wieder in der ersten Reihe, aber diesmal kann ich mich rausreden: Ich will doch Fotos machen! Nichts desto trotz finde ich Zeit die Musik zu genießen wo ich gerade Beautiful Girl doch so klasse find und Many Things und Rollercoster und Alone, die sie natürlich alle spielen. Ist das herrlich oder ist das herrlich? Mir fällt gerade ein, dass ich mir keinen Button von denen mitgenommen hab… Beim nächsten Mal… Langsam macht sich die mangelnde Größe des Raums bemerkbar, denn es wird immer wärmer. Kein Wunder, wenn man die Heizung anhat. Wer kommt nur auf solche Ideen? Leider dürfen da Porns keine Zugaben geben, aber sie haben sich an den Zeitplan zu halten. Wer kommt nur auf solche Ideen? Naja, flugs die Setlist gesichert und raus an die Luft...
Von fs ninety8 hab ich nicht so viel mitbekommen. Ich finde es viel lustiger, die Angestellten vom Heisterkamp zu beobachten, die verzweifelt versuchen, dass absolute Rauchverbot durchzusetzen. Wo doch überall Zigaretten angesteckt werden. Es mag ja sein, dass es sinnvoll ist, aber selbst ich als Nichtraucher finde es hier etwas albern. Also, wer kommt nur auf solche Ideen?
Kommen wir nun zu Sub7even. “Backer to the roots geht’s nun wirklich nicht. Nächstes mal spielen wir in einer Herner Telefonzelle“ grinst Daniel. Der Raum ist nun propenvoll aber ich habs trotzdem in die erste Reihe geschafft. Diesmal in doppeltem Auftrag unterwegs: Einmal Pix für mich, einmal Pix für Marcus der sich mitten ins Getümmel begeben hat. Es folgt das für Sub schon fast obligatorische Programm mit Hate, Without you, Be my b., Brainstorm, Sushi, ..... Ach ja, Killing time gibts natürlich auch und so kommt es, dass ich der armen Sandra den Arm fast eingequetscht hab. Hätte Daniel die Killing time mal lieber von vorne nach hinten gemacht statt von rechts nach links. Aber ich will ja nicht meckern. Alle tanzen und pogen wie wild und die Stimmung ist super. Getoppt wird sie erst, als Spiros eine Seite reisst und es Daniel dann plötzlich so heiss wird, dass er sich das T-Shirt auszieht. Getreu dem Motto: "It’s getting hot in here, so take off all your clothes." Ach ja, Mädels die das auch machen, kriegen ein Freibier... Natürlich ist die gesamte erste Reihe aus dem Häuschen. Nein, doch nicht die ganze, denn Maik kriegt das tropfnasse Shirt direkt ab. Ich bin sicher einige Damen in der ersten Reihe erblassen gerade vor Neid. Nämlich die, die sich danach so gerade noch beherschen können und die Finger schweren Herzens bei sich behalten. Zum Schluss gibts noch ein kräftiges Rock`n`Roll und auch hier gibts keine Zugabe. Der Zeitplan... Wer kommt nur auf solche Ideen? Ach ja, ich freue mich bereits auf die Pix, die ich gemacht habe... ;-)
22.5.06 22:16


Koroded-Release-Party die 2te

Es ist jetzt 00.45 und ich sitze – immer noch platt vom Gig – im Zug und versuche meinen Review zu schreiben. Also wie war das noch gleich?
Gestern (also am 19.05.) habe ich mich zeitig auf den Weg gemacht, um um 19.00 Uhr im Kölner MTC zu sein. Koroded gaben ihre 2te Release-Party, unterstützt von Farewell to words und Crosscut. Ich bin gerade 2 Minuten da gewesen, als mir Anja über den Weg lief. Wir waren beide am selben Buchladen hängen geblieben und so hatte ich die Möglichkeit, etwas über den letzten Sub7even-Gig in Wesel zu erfahren, zu dem ich ja nicht gehen konnte. Nachdem also alle Informationen ausgetauscht waren, gingen wir rein. Das MTC hat für meinen Geschmack die richtige Größe. Schön klein und fast schon intim. Allerdings muss ich auch gestehen, dass die Location doch schon recht schmutzig ist. Vor allem die Toiletten, da gruselt es mich immer noch. “Das war mal noch siffiger“ baute Anja mich auf. Na toll! Genau das wollte ich hören…
Aber zurück zum Thema. Der Raum war recht leer und traurigerweise wurde er auch im weiteren Verlauf des Abends nicht so voll wie ich erwartet hatte. Aber es sei gesagt, die die da waren hatten ihren Spaß.
Die erste Band, die spielte war Farewell to words aus Berlin. Ich ziehe meinen Hut vor ihnen, dass sie auf dieser kleinen Bühne nicht zusammen gestoßen sind, denn mit 5 Leuten war es doch sehr eng. Da ich sie vorher nicht gekannt hatte, kann ich jetzt natürlich nicht sagen, ob der Gig gut oder schlecht war. Allerdings fand ich die Sängerin nicht so gut. Ich hatte stellenweise das Gefühl, sie schreit einfach nur drauf los, ohne auf ihre Kollegen zu achten. Auch Anja fand, dass sie “nicht so mitging, vielleicht ist sie noch frisch in der Szene“. Sehr aufbauend, dass jemand meine Ansichten teilte.
Nach einer kurzen Umbauphase – wie schnell das doch gehen kann, wenn ich da an andere Bands denke – war die Zeit für Crosscut gekommen. Meine Güte, wie die abgegangen sind. Und dann diese Präsenz auf der Bühne. Es wurde ohne langes Vorgeplänkel losgerockt. Es macht schon was aus mit wie vielen Mitgliedern man sich den Platz auf der Bühne teilen muss. Und ich muss gestehen, dass ich es einfach nur geil find, wenn das Schlagzeug wie eine Maschinengewehrsalve abgeht. Natürlich rocke ich dann gerne und begeistert mit und so wundert es mich nicht, dass ich nicht zum Fotografieren gekommen bin. Schande über mein Haupt!
Ein 2tes mal Umbau – das ging echt schnell. Tja und dann wurde ich von einer Stampede überrollt. Genauer gesagt von dem Sound von Koroded, mit einem Bass, der im Gehörgang umher kriecht und einem Schlagzeug, dass sich wie ein Schraubstock an die Brust klammert. Langsam fing ich an mir Sorgen um meine Ohren zu machen, hatte ich doch meine Ohrenstöpsel vergessen. Aber wie die Leute abgegangen sind. Bei Unhold erreichte der Laden zum ersten Mal so richtig den Siedepunkt und bei Zero Minus Zero war dann alles vorbei. Ich hab da einige rocken sehen, wie ich es noch nicht für möglich gehalten hatte und einem musste ich sogar regelmäßig aus dem Weg gehen, um nicht niedergemacht zu werden. Wer nun glaubt, dass sei nicht zu toppen gewesen, der musste nur die Zugabe abwarten. Die Jungs von der Bühne und das publikum skandiert lauthals “Roots, bloody roots! Roots, bloody roots!!“ Wer kann dazu schon nein sagen? Koroded jedenfalls nicht und schon geht es weiter, denn “es ist uns egal was der Veranstalter sagt, wir sind eh mehr!“ Das nenn ich doch mal Rokk’n’Roll! Als dann doch alles vorbei war, noch flugs den obligatorischen Button gekauft und schon gings zur Bahn. Wollte ich doch nicht 1000mal umsteigen müssen… Schliesslich gibt es morgen/heute die Pornies und Sub…
22.5.06 21:52


Nordend Antistars

Seit gestern kann man den WM-Beitrag der Nordend Antistars (Projekt von Stephan Weidner, Daniel Wirtz u.a.) downloaden (auf www.der-w.de) und auch wenn ich eher fußball-immun bin, hab ich es mir nicht nehmen lassen, mir die beiden Songs Unser Stadion – Unsere Regeln und Gewinnen Kann Jeder anzuhören.
Unser Stadion – Unsere Regeln ist wie ich finde sehr gut gelungen. Zum einen weil der Text schön eingängig ist, so konnte ich die Lyrics nach einem Mal hören komplett auswendig. Danke an Daniel Wirtz für den deutschen Text! Obwohl er bei Sub7even ja eher für englischen Lyrics steht… “Kämpfen oder untergehen, lasst uns die Hände sehen.“ Zum anderen finde ich es mega, dass bei dem Song nicht ein schon bestehender verwurstet wurde, wie geschehen bei Rod Stewards Sailing (Nur Nach Hause Gehen Wir Nicht) oder beim Go West der Pet Shop Boys (Steht Auf, Wenn Ihr Schalker Seid). Da es ein Song von einem Fan für Fans ist, dürfen natürlich die, für die er gedacht ist, auch nicht fehlen. “Und wir singen Na, na, na…“ Die Fan-Gesänge sind einfach wunderbar authentisch geworden. Und vor allem nicht allzu bierselig. Da freut man sich doch auf die WM, falls man es noch nicht tut, natürlich… Also, es würde schon sehr wundern, sollte dieser WM-Song nicht einschlagen und stattdessen in Vergessenheit geraten, wie all die anderen, die es vorher gab. Vorgetragen von weichgespülten Perwollhascherls, wie der von diesem Puertoricaner? Brasilianer? Amerikaner? Spanier? Ihr wisst schon, der Blonde mit der kleinen, spitzen Nase und den engen, schwarzen Lederhosen…
Gewinnen Kann Jeder ist einfach nur rührend. Stephan Weidner hat dabei an jenen Moment gedacht (der natürlich nicht eintrifft), wenn unsere Fussball-Helden sich geschlagen geben müssen und unsere Fan-Helden sich nur mit einer Gitarre mit ihnen solidarisieren. “Und sagen zum Abschied leise: ’Scheisse!’“ Wahre Größe braucht eben kein großes Tamtam. Mehr muss nicht dazu gesagt werden…
17.5.06 01:28


Rodeo Ritt auf einem Barhocker

Oder: Welche Körbchengröße hat eigentlich Harrison?

Auf der Suche nach neuen Vertretern der Homo Sapiens Musicans machen meine Schwester und ich eine Expedition in die unendlichen Weiten der Country-Prärien und kommen am 14. Mai in Essen an. Dort, so hat man uns gesagt, würden wir fündig werden. An der Weststadthalle angekommen, heißt es natürlich erst mal warten. Schließlich erfordert das Entdecken einer neuen Art in erster Linie viel Geduld. Also warten wir und nehmen interessiert das Publikum in Augenschein, das sich mit uns The Bosshoss ansehen wird. Bunt gemischt ist es: ein kleiner Metaller hier, ein paar Emos da und zwei Sonntags-Cowboys mit Strohhut (welch Faux Pas!) dort. Alle sind entspannt (nicht so wie bei Bon Jovi am Tag zuvor) und als wir endlich eingelassen werden, suchen Yasmin und ich uns einen strategisch gut gewählten Platz. Hier direkt vor der Bühne können wir das kommende Geschehen gut betrachten. Als erstes fällt dieses riesige Bosshos-Banner auf. Ein Totenkopf in der Mitte, flankiert von zwei schwarzen Einhörnern – die Jungs haben jetzt schon einen Stein bei mir im Brett!! Sollten sie das nicht mehr brauchen, werde ich versuchen, ihnen das abzuschwatzen. Es würde sich hervorragend an meiner Wand machen. Memo an mich selbst: den Jungs ne Mail schreiben und meinen Anspruch geltend machen. Hoffentlich vergesse ich das nicht. Aber weiter im Text, die Halle ist im Moment noch leer. Ein paar Tische an der Wand, die sofort von einigen okkupiert werden. Auf der Bühne nur die Instrumente von The Alpine. Doch was ist das? Die Sonntags-Cowboys mit den Strohhüten sitzen auf dem Bühnenrand!! Irgendjemand hat mit mal erzählt, nur Groupies würden sich da hin setzen (daher tu ich das ja auch nicht). Männliche Groupies? Sachen gibt’s…
The Alpine kommen auf die Bühne und schon beim ersten Hören fällt auf: die sind nicht schlecht! Auch wenn Yasmin sich eher um die Konstitution des Sängers sorgt: “Ich möchte dem was zu essen geben, der hat ja so dünne Beine…“ Diesen Satz werde ich noch häufiger von ihr hören. Trotzdem haben wir viel Spaß mit ihnen. Aber ein Blick über die Schulter verrät: irgendwie kommen die beim Rest des Publikums nicht an. Teilnahmslos stehen die meisten da, es wird hier und da mal ein bisschen applaudiert, aber mehr auch nicht. Nur zwei Mädels, die direkt hinter mir stehen, sind Gedanken verloren am tanzen. Schade eigentlich. Bei Two Steps gibt der Sänger das Mikro an die Keyboarderin weiter, die übrigens barfuss auf der Bühne steht, und der Bass hat Pause. Das finde ich dann doch sehr schade, ist es doch gerade der Bass, der einem Song Tiefgang verleiht. So klingt es für mich dann doch, wie oberflächliches Geplänkel. Aber B.O.B. macht das dann wieder wett. Ein verdammt cooler Song und der Sänger, dem Yasmin immer noch was zu essen kaufen gehen will, geht richtig ab. Nach Mondays ist die zeit von The Alpine dann auch schon vorbei und vor der Bühne füllt es sich zusehends und auch auf der Bühne beginnt geschäftiges Treiben. Ein Kontrabass wird abgestellt, ja, das sieht doch viel versprechend aus. Ein richtiger Brüller ist dann aber Harrison, ein Rinderschädel mit einem schwarzen BH als Augenbinde. Ob das Tier zu Lebzeiten wirklich Harrison hieß, lässt sich natürlich nur spekulieren, aber ich finde, der Name passt. Welche Körbchengröße trägt der eigentlich? Yasmin ist der Meinung, dass der Schädel sich auf jeden Fall in ihrer Wohnung sehr gut machen würde. So sind dann die wichtigsten Dinge auf der Bühne schwesterlich aufgeteilt worden. Nun ist es aber zeit, dass die Herren Cowboys sich mal blicken lassen. Was sie dann auch tun. Zuerst aber nur via Video und in dem scheinen sie mit ihren Mädels doch einige Probleme zu haben. So fliegen Gitarren aus dem Fenster, Boots sollen aus ebenfalls selbigen fliegen, was dann aber mit einem “Not the boots!“ verhindert werden soll. (Ob denn niemand dem guten Hoss gesagt hat, dass Cowboystiefel nur dann kaputt gehen, wenn man mit einer Dampfwalze drüber fährt, sie einen Sturz aus dem Fenster aber problemlos überstehen?) und Kaffee wechselt seinen Bestimmungsort. The Bosshoss haben Humor – ein weiterer Stein in meinem Brett. Mit diesen zwei Stiefeln in meiner Tür, ist es fast unmöglich, sie nicht zu mögen. Und dabei hab ich sie noch nicht mal in natura gesehen. Aber das ändert sich ja jetzt.
Auf die Bühne kommen sieben echte Kerle. Sieben Cowboys in Jeans, weißen Unterhemden, ihren wohl heißgeliebten Boots machen es sich auf der Bühne bequem. Wenn man mir früher gesagt hätte, dass man auf einem Barhocker so derbst abrocken kann, hätte ich ihn wohl oder übel für verrückt erklärt, aber Boss Burns wird mich in den folgenden zwei Stunden eines besseren belehren. Der geht vielleicht ab. Rodeo ist nichts dagegen. Kindergeburtstag. Und was hat der Mann für eine Stimme. Mein Chorleiter würde für so einen Bass wohl alles tun. Klar, dass man ihn Mr Underground nennt. Sie beginnen mit Little Less Conversation, ein wahren Klassiker und mein persönlicher Favorite. Ich wünschte, ich könnte mich mehr auf die einzelnen Instrumente konzentrieren, aber ich bin zu sehr damit beschäftigt mitzurocken. Aber die Jungs auf der Bühne haben nicht nur sichtlich Spaß, sie verstehen es auch, andere damit anzustecken. So bleibt mir nur, ein Gesamturteil abzugeben: Derbst geil. Trotzdem haben sie aber auch mit den Tücken der Technik zu kämpfen, denn Hoss Powers Gitarre klingt nicht so wie sie sollte. Eigentlich klingt sie gar nicht. Eine neue muss her, aber das ist ja nicht dasselbe und so wird immer wieder so lange rumprobiert, bis sein Baby wieder zum Einsatz kommt. Er ist ihr nun mal treu. Was ihn sehr sympathisch macht und so avanciert er zu einem meiner Lieblinge des Abends. Ein Weiterer ist Russ T. Nail, ein Gitarrenvirtuose, der sich sehr in die Riemen schmeißt. Was für Soli, da können sich andere ne Scheibe von abschneiden. Das nenn ich Einsatz. Was die Songs angeht, finde ich Hey Ya und Hot In Here besonders klasse. HipHop meets Country und in dem Fall ist der Country um Längen cooler, lässiger und smoother. Yeehaw ist das beste Beispiel dafür. Das die hinter mir nicht anfangen Square Dance zu tanzen ist alles und das kollektive Yeehaw, zeigt, dass sie mit mir einer Meinung sind, und so wird munter weiter gerockt und mitgesungen. Während Words up, der letzen Zugabe, gelingt es mir eine von Boss’ Carlsberg-Flaschen für Yasmin zu sichern, die sie dann nach der Show, dann auch von ihnen signieren lässt. Und ja ich gestehe, die Single I Say A Little Prayer, die ich extra dafür mitgebracht habe, wird ebenfalls unterschrieben. Das erste Mal, dass ich mir was signieren lasse. Bis jetzt sind nur drei Unterschriften drauf, aber das macht nichts. Ich werde wiederkommen. YEEHAW!
17.5.06 01:27


One wild night mit Nickelback und Bon Jovi

Heute ist es soweit. Bon Jovi mit Nickelback als Support starten ihre Tour in Düsseldorf. 60 000 werden mit mir diesen Start zelebrieren. Da ich nicht so weit hinten stehen möchte, mache ich mich zeitig in meinem Richie-Sambora-Stranger in This Town-US-Solotour von 1991-T-Shirt auf den Weg. Um 16 Uhr soll Einlass sein und ich bin bereits um halb 3 an der LTU-Arena. Offensichtlich bin ich nicht die Einzige, die weit nach vorne möchte und so befindet sich bereits eine lange Schlange am Eingang zum Innenraum. Da ich aber alleine bin, fällt es nicht auf, dass ich mich etwas vorbei mogele. Als die Tore endlich aufgehen, beginnt plötzlich das große Rennen um die vorderen Ränge zu erreichen und auch ich lasse mich davon anstecken. Im Innen-Innenraum angekommen beginnt wieder das große Warten. Ich beschließe, mir die zeit mit fotografieren zu verkürzen und versuche, die sitzende Masse vor der Bühne zu erreichen. Aber mir wird sehr schnell klar, dass die Damen damit nicht einverstanden sind. “Verpiss dich, wir lassen dich nicht weiter. Was willst du hier eigentlich?“ Die sitzenden Fans fotografieren ist meine Antwort. “Dann geh gefälligst hinten rum!“ werd ich angegiftet. “Sehr sinnig, wenn ich euch von vorne haben will…“ Aber ich habe keine Lust, mich mit zickenden, schlecht geschminkten Schicksen abzugeben und so gehe ich wieder. Leider werde ich auch im Weiteren feststellen müssen, dass gerade diese Hardcore-Weiber, die bereits seit 4 Uhr da sind, extrem aggressiv und unentspannt sind. Das habe ich bis jetzt auf keinem anderen Konzert so erlebt. Und ich war dann doch schon auf dem einen oder anderen. Aber vielleicht ist es auch der Neid der Besitzlosen, denn mein T-Shirt ist ja eine Rarität und so ernte ich einige neidvolle und gehässige Blicke.
Kurz bevor Nickelback anfangen, suche ich mir dann ein kleines Plätzchen vor der Bühne, von wo ich einen guten Ausblick auf das Geschehen habe. Ich habe Nickelback bis jetzt nur am Rande erlebt und muss nun zugeben: Bildungslücke! Die Band ist extrem gut. Zu schade, um nur als Support bezeichnet werden. Ich werde mir die CDs besorgen. Aber ihren Support-Job machen sie gut. “Are you ready for Bon Jovi??” werden wir mehrfach gefragt. Was für eine Frage! “I’ve never seen them before. So today ist the first time!“ gesteht Frontmann Chad Kroeger. Noch einer der heute zum ersten Mal eine Band live erlebt. Besonders schön finde ich Far Away. “Most of the love songs are about tearing your heart out of your chest, but this not” Eine echt schöne Ballade, ohne schmalzig rüberzukommen. Rockig eben, aber mit Herz. Never Again rockt dann wieder richtig, so wie ich es mag. Ich frage mich, ob sie auch You Remind Me spielen, den einzigen Song, den ich vorher schon kannte, wie ich zu meiner Schande gestehen muss. (Aber ich hol mir ja ihre Alben noch. Großes Indianer Ehrenwort!) Und natürlich tun sie es. Endlich kann ich auch mit der Band und den 50 000 in der Arena mitsingen. wenn man so nicht gebührend auf Bon Jovi eingestimmt wird, weiß ich auch nicht. Aber erstmal heißt es wieder warten. Und auch in dieser Pause erlebe ich, wie unfreundlich, die Fans doch sind. Rumgezicke aller Orten und so wünsche ich mir mehrfach, jemand möge diesen frustrierten Weibern, denn es sind nur Frauen, einen Joint anzubieten, nur damit sie mit dem Rumgekeife aufhören. Eine war besonders schlimm und ich hoffe, sie liest das:
Mädel,
1) Es ist utopisch, auf einem Konzert mit allen seinen Leuten zusammen zu bleiben und ich muss das wissen, ich war schon auf einigen. Wenn ihr in Sichtweite bleibt, ist das schon gut.
2) Nur weil du um 9 Uhr schon da bist, heißt das NICHT, dass du “Anrecht“ auf einen bestimmten Platz hast. Du hast mit deiner Karte nur das Recht erworben in den Innenraum zu gehen und mehr nicht. Wenn du einen ganz bestimmten Platz willst und den dann auch für dich beanspruchen willst, dann kauf dir gefälligst eine Sitzplatz-Karte!
3) Auf Konzerten tanzt man für gewöhnlich, da kommt man sich dann schon mal näher. Wenn dir das nicht passt, weil du ja der Meinung bist, der Platz gehört dir, was ich ja bereits in 2) widerlegt habe, hast du im Innenraum nicht zu suchen. Also hör gefälligst auf, anderen deinen Ellenbogen ins Gesicht zu rammen.
4) Wenn du dich jetzt persönlich angegriffen fühlst: “SCHICKSAL!“. Ich hoffe, du erinnerst dich daran.
So, das musste mal gesagt werden. Kommen wir nun zu Bon Jovi. Mein erstes Mal war in Ad konfluentes (lateinischer Name der Stadt Koblenz, zu irgendwas müssen die Latein-Kurse ja gut sein.) ich habe also mein halbes Leben mit ihnen verbracht und so ist ein Muss, bei ihrem Tourstart dabei zu sein. Diese Jahre haben aber auch ihre Spuren hinterlassen. So fällt mir als erstes auf, dass John an diesem Abend extreme Schatten unter den Augen hat. Wahrscheinlich der Jetlag, ist er doch schon über 40. Aber das macht ja nichts. Auch bei Richie hat die Zeit, ihre Spuren hinterlassen. Zugenommen hat er, aber trotzdem sieht er immer noch verdammt gut aus, besonders mit Hut. War er doch immer meine Nummer 1), da können auch ein paar Kilos mehr nichts ändern. Der Anfang ihrer Show ist schon ein Knaller: You Give Love A Bad Name und I’d Die For You (2. und 8. Song von dem 1986 erschienenen Album Slippery When Wet. Ja, so was weiß ich!))und die Halle tobt. Im Laufe des Konzerts fällt mir immer wieder auf, dass sie nicht mehr die Jüngsten sind. So ziemlich alle Songs werden ein bisschen langsamer gespielt als sonst. Aber wie heißt es doch so schön: “It’s Alright!“ Wir werden alle nicht jünger. “It’s Alright! It’s Alright!“ Und wieder ein Rocksong wie er im Buche steht: “It’s My Life! It’s now or never!“ Klar, das ich da mitbrezel, was das Zeug hält. Das absolute Highlight des Abends ist dann aber I’ll Be There For You, denn Jon ist nach hinten gegangen, um sich umzuziehen, und so ist es an Richie den Song vor einem Meer von Feuerzeugen zu performen. Ja, ich gestehe, ich bin wohl der Welt größtes Richie Sambora Groupie. Der Mann hat eine Stimme zum Darniederknieen. Wie Zartbitterschokolade. Das ich nicht geschrieen habe: Heirate mich, ich will ein Kind von dir und dann ohnmächtig geworden bin, ist alles. Aber so was habe ich ja noch nie gemacht und werde ich auch wohl nie. Aber genug geschwärmt, zurück zur Show. Natürlich darf Keep The Faith nicht fehlen. Und nach Richies Ballade springen, singen und tanzen alle wieder mit. Jonhat aber auch eine Bühnen-Präsenz und wenn er singt “Raise Your Hands“ dann kann ich nicht anders, dann mache ich das einfach. Zusammen mit den anderen 49 999, denen es nicht anders geht. Während der letzten Zugabe I’ll Sleep When I’m Dead mache ich mich dann auch auf den Weg nach hause. Mir fällt auf, dass ich noch keinen Merch-Stand gesehen habe, also keinen Button für mich und ich finde es sehr schade, dass keine Möglichkeit mehr für mich besteht, mir mein Shirt unterschreiben zu lassen. Da besteht keine Chance auf so einem großen Konzert. Na ja, vielleicht beim nächsten Mal…
17.5.06 01:21


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